Wahlbeteiligung bei Nationalratswahl liegt wohl bei 75,5 Prozent

Noch nie wurden so viele Wahlkarten ausgegeben wie bei dieser Wahl.
Noch nie wurden so viele Wahlkarten ausgegeben wie bei dieser Wahl. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Die Wahlbeteiligung bei der Nationalratswahl 2019 dürfte nicht die Beteiligung von 2017 überschreiten. Die Hochrechnungen gehen inklusive Briefwahl von 75,5 Prozent aus. Vor zwei Jahren waren es noch 4,5 Prozent mehr.
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Mit nur 60,61 Prozent wurde die Wahlbeteiligung Sonntag im vorläufigen Endergebnis am Sonntag ausgewiesen. Mit der Auszählung der Brief- und Wahlkartenwähler dürften aber noch rund 952.000 Stimmen zu den 3.877.129 am Sonntag an Urnen abgegebenen dazukommen. Damit wird die Beteiligung auf 75,5 Prozent steigen. Das ist aber immer noch ein recht deutlicher Rückgang gegenüber den 80,0 Prozent von 2017.

Erstmals mehr als 1 Million Wahlkarten

Dass es Briefwahlstimmen in Rekordhöhe geben wird, ist seit Freitag bekannt: Denn da veröffentlichte das Innenministerium, dass erstmals mehr als eine Million Wahlkarten - genau 1.070.933 - ausgestellt wurden. Das lässt bei ähnlicher Beteiligung und Rücklauf wie 2017 erwarten, dass noch rund 952.000 Stimmen fehlen.

Sie werden in zwei Tranchen ausgezählt: Am Montag werten die 112 Bezirkswahlbehörden die vor der Wahl per Postweg oder bei den Bezirkswahlbehörde abgegebenen Briefwahlstimmen aus. Damit dürften rund 907.000 Stimmen dazukommen. die restlichen rund 45.000 Wahlkarten müssen am Donnerstag die Landeswahlbehörden auszählen. Dabei handelt es sich um am Sonntag in einem beliebigen Wahllokal abgegebene Briefwahlstimmen (ausgefüllte, unterschriebene Wahlkarten) sowie in "fremden" Wahlkreisen abgegebene (nicht vorher ausgefüllte) Wahlkarten.

Briefwahl in den letzten elf Jahren fast verdoppelt

Das Interesse an der Briefwahl ist ständig gestiegen. Seit ihrer Premiere 2008 hat sich die Zahl der angeforderten Wahlkarten - von den damals 586.759 auf jetzt mehr als eine Million - beinahe verdoppelt, während die Zahl der Wahlberechtigten beinahe gleich blieb. Nach einem kräftigen Sprung 2017 wurden heuer noch einmal um 20 Prozent mehr Wahlkarten angefordert.

Damit stieg auch das Gewicht der Briefwähler für das Ergebnis: 2008 wurden noch mehr als 91 Prozent der Stimmen am Sonntag in die Wahlurnen geworfen. Aber die Möglichkeit, die Stimme schon vor dem Sonntag am Postweg oder bei der Bezirkswahlbehörde ab- oder einem "Boten" mitzugeben, fand immer mehr Anhänger: Der Anteil der Brief-und Wahlkartenwähler wuchs beständig - von 12 Prozent im Jahr 2013 über fast 16 Prozent vor zwei Jahren, und heuer wird an der 20er-Marke gekratzt.

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(APA/red)

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