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Wahl-Debakel: Der Aufstieg und Fall der Grünen

Ulrike Lunacek musste mit den Grünen ein wahl-Debakel hinnehmen.
Ulrike Lunacek musste mit den Grünen ein wahl-Debakel hinnehmen. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Einen brutalen Absturz erlebten die Grünen bei der Nationalratswahl 2017. Nach einem Rekordergebnis im Jahr 2013 ist der Verbleib im Nationalrat nun höchst fraglich.
Erste Reaktionen auf die Wahl

Der augenscheinliche Grund dafür ist, dass das grüne Urgestein Peter Pilz – weil er nicht auf den gewünschten Listenplatz gewählt wurde – seiner Partei mit einer eigenen Liste Konkurrenz machte.

Debakel für die Grünen bei der Nationalratswahl

Aber Pilz’ Abgang war nur einer der Risse, die sich bei den Grünen im heurigen Frühjahr zeigten – als Bundessprecherin Eva Glawischnig nach achteinhalb Jahren zurücktrat. Mit der Jugendorganisation haben sich die Grünen zerstritten, die Jungen Grünen traten bei der Nationalratswahl in Alllianz mit der KPÖ an. Auch in Kärnten gab es eine Abspaltung, der Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner und der Kommunikationschef Martin Radjaby-Rasset verabschiedeten sich – und die Partei ging mit einer Doppelspitze in die Wahl: Die EU-Abg. Ulrike Lunacek wurde Spitzenkandidatin, die Tirolerin Ingrid Felipe Parteichefin.

Große Erfolge bei den Landtagswahlen

Felipe ist Landesrätin in Tirol – und somit Vertreterin einer der fünf Landes-Koalitionen, in die es die Grünen mittlerweile geschafft haben. Denn die Landtagswahlen haben ihnen teils große Erfolg beschert: In Kärnten, Tirol und Salzburg 2013 sowie 2014 in Vorarlberg schnitten die Grünen satt zweistellig ab – und sind seither kleiner Koalitionspartner. In Salzburg schafften sie es 2013 erstmals sogar knapp über 20 Prozent. Bei den Wahlen 2015 sah es – mitten in der Flüchtlingskrise schon schlechter aus: Burgenland, Steiermark und Oberösterreich brachten eher bescheidene Ergebnisse, in Oberösterreich flogen die Grünen aus der Landesregierung. Und bei der Wien-Wahl setzte es das erste (leichte) Minus seit 2010; aber die rot-grüne blieb und somit auch die Koalition.

Lunacek, die jetzt die Wahlniederlage verantworten muss, hatte 2014 auch noch Grund zu großer Freude: Mit 14,52 Prozent toppte sie als Spitzenkandidatin bei der Europawahl noch das NR-Wahl-Ergebnis aus 2013.

(APA/Red)

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