Votivkirche erneut besetzt: Offenbar unmittelbar vor Polizei-Räumung

Die Wiener Votivkirche ist am Sonntag neuerlich von protestierenden Flüchtlingen besetzt worden.
Die Wiener Votivkirche ist am Sonntag neuerlich von protestierenden Flüchtlingen besetzt worden. ©APA
Die seit Sonntagmittag erneut besetzte Wiener Votivkirche steht offenbar unmittelbar vor der Räumung durch die Polizei. Den in der Kirche befindlichen Flüchtlingen wird nun die Verordnung betreffend des Räumungsgesuches der Erzdiözese Wien verlesen.
Polizei & Flüchtlinge vor Kirche
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Bei der letzten Besetzung

Danach können die Flüchtlinge entscheiden, ob sie die Votivkirche freiwillig räumen oder nicht, sagte ein Polizeisprecher. Sollten sie dem Räumungsbefehl nicht nachkommen, dürfte die Polizei die Kirche wohl räumen.

Caritas-Appell an Flüchtlinge

Die Caritas appellierte indessen an die Flüchtlinge, die Votivkirche zu verlassen und in das Servitenkloster zurückzukehren. Man verstehe die Verzweiflung und Sorge vor einer Abschiebung, appelliere aber an die Vernunft der Gruppe und ihrer Unterstützer, hieß es in einer Aussendung: ” Wir fürchten, dass sie durch diese Verzweiflungsaktion der Sache, und somit vor allem sich selbst mehr schaden.”

Votivkirche wieder besetzt: Kritik von FPÖ und BZÖ

Die FPÖ nützte den Vorfall, um eine Woche vor der Nationalratswahl das “endgültige Scheitern der österreichischen Asylpolitik” zu konstatieren. Parteichef Heinz-Chrisitan Strache nannte die Flüchtlinge “Mitglieder der Asyl- und Bettelmafia” und forderte die Regierung auf, sich nicht länger auf der Nase herumtanzen zu lassen und den “Besetzungs-Wanderzirkus” abzustellen.

BZÖ-Bündnissprecher Rainer Widmann forderte die Behörden auf, sich von der Besetzung nicht beeindrucken zu lassen. Die Votivkirche dürfe nicht zum Symbol dafür werden, “dass sich Österreich jede Provokation und Erpressung gefallen lässt”.

(apa/red)

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