Flüchtlinge aus Servitenkloster besetzen wieder Wiener Votivkirche

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Nicht zum ersten Mal ist die Votivkirche von Asylwerbern besetzt
Nicht zum ersten Mal ist die Votivkirche von Asylwerbern besetzt - © APA
Am Sonntag ist die Wiener Votivkirche neuerlich von protestierenden Flüchtlingen besetzt worden. Wie ein Aktivist mitteilte, sind 25 Flüchtlinge aus dem Servitenkloster in die Kirche gegangen und verlangen Gespräche.

Die Polizei bestätigte die erneute Besetzung der Votivkirche. Die Kirche war ab November 2012 bereits einmal Schauplatz eines über Monate andauernden Flüchtlings-Protests, bevor die Asylwerber von der Kirche im März zum Wechsel in das Kloster überredet werden konnten.

Aufruf der Flüchtlinge zur Votivkirche

Via Twitter verbreiteten die Aktivisten vom “Refugee Protest Camp Vienna” am Sonntag einen Aufruf an ihre Unterstützer, zur Votivkirche zu kommen. Die ersten 15 bis 20 Flüchtlinge waren noch während der Vormittagsmesse ins Gotteshaus gekommen, mittlerweile sollen weitere zu ihnen gestoßen sein.

Aktivisten wollen Gespräch mit Schönborn

Die Polizei, die sich zunächst im Hintergrund hielt, bemühte sich um einen Kontakt zu den Aktivisten in der Votivkirche, hieß es. Diese wollten, dem Vernehmen nach, ein Gespräch mit Kardinal Christoph Schönborn.

Abschiebungen: Asylwerber mit Caritas unzufrieden

Ein Sprecher der Flüchtlinge vor Ort erklärte, die Entscheidung, wieder in die Kirche zurückzukehren, sei am Samstag gefallen. Als Grund nannte er die Aussichtslosigkeit der Situation und die bereits erfolgten Abschiebungen. Außerdem hätten die Flüchtlinge das Vertrauen in die Caritas verloren, denn diese habe ihnen keinen Schutz vor Abschiebungen gewährt. Die Flüchtlinge wollten mit der Caritas nichts mehr zu tun haben.

Laut den Angaben des Sprechers planen die Flüchtlinge, so lange in der Kirche zu bleiben, bis es “eine Lösung” gibt. Ihm zufolge befinden sich auch Polizisten im Gebäude. Der Zugang zur Kirche wurde mittlerweile verschlossen. Medienvertreter hatten Sonntagmittag keinen Zutritt mehr.

Wie es mit der Situation in der Votivkirche weitergeht, lesen Sie hier.

(apa/red)

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