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Vorarlberger ÖVP: "Wir verurteilen die Transporte aufs Schärfste"

©Mauche.at / VGT/ Animals International / Animal Welfare Foundation
"Wir verurteilen Verbringungen von Vorarlberger Kälbern in den Libanon und die Art der dortigen Behandlung der Tiere aufs Schärfste", sagt VP-Landwirtschaftssprecher Bernhard Feuerstein. Der zudem klar stellt, dass der Kälbertransport in den Libanon weder Veterinären noch dem Landwirt bekannt war.
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Nach heftiger Kritik der Grünen, von SPÖ oder FPÖ hat nun auch die Vorarlberger ÖVP Stellung zur Kälbertransport-Causa von Vorarlberg in den Libanon genommen. VP-Landwirtschaftssprecher Bernhard Feuerstein stellt am Mittwoch in einer Aussendung für die Volkspartei klar: „Wir verurteilen Verbringungen von Kälbern in den Libanon und die Art der dortigen Behandlung der Tiere aufs Tiefste!"

Transportbestimmungen sind Bundes- und EU-Recht

Anlässlich des aktuellen TV-Berichts über den Transport eines Kalbes aus Vorarlberg, das über Salzburg nach Spanien gelangt ist, dort gemästet und schließlich im Libanon geschlachtet wurde, betont Bernhard Feuerstein:

"Aus Vorarlberg wurden in der Vergangenheit keine Schlacht- oder Zuchttiertransporte in Drittstaaten abgefertigt." Es handle sich außerdem bei den Transportbestimmungen um Bundes- und EU-Recht, worauf die Vorarlberger Landespolitik keinen Einfluss habe.

Verbringung war weder Veterinären noch Landwirt bekannt

Zum aktuellen Fall lässt der Landtagsabgeordnete wissen, dass eines der Tiere tatsächlich aus Vorarlberg stammt. Mitte Dezember 2018 wurde das Kalb über einen Viehhändler nach Salzburg gebracht. Ein solcher Inlandstransport kann vom Bauer selbst oder von einem Unternehmer ohne Begutachtung durch den Veterinär durchgeführt werden. Von Salzburg (Bergheim) aus trat das Tier noch am selben Tag die Weiterfahrt nach Spanien an. Dieser innerhalb der EU durchgeführte Transport muss und wurde durch die Salzburger Veterinäre abgefertigt.

"Vermutlich treffen die Berichte des VgT zu, dass die nach Spanien gebrachten Kälber dort gemästet und später zur Schlachtung in den Libanon gebracht wurden", heißt es seitens des Landtagsabgeordneten Feuerstein.

Feuerstein betont des Weiteren, dass es seitens der Vorarlberger Veterinäre kein Fehlverhalten gegeben habe. "Hierzu gibt es festzuhalten, dass unsere Veterinäre von einem Inlandstransport (Vorarlberg – Salzburg) nie Kenntnis erlangen, weshalb ihnen in diesem Zusammenhang auch kein Vorwurf zu machen ist“, erklärt Feuerstein. „Rechtlich ist auch die Vorgangsweise des Landwirts absolut in Ordnung. Dass das Kalb schlussendlich im Libanon landen würde, war ihm mit Sicherheit nicht bekannt.“

Landesveterinär mit fast identen Aussagen

Zur aktuellen Diskussion betreffend Kälbertransporte in EU-Drittstaaten kommt diesbezügliche Unterstützung von Landesveterinär Norbert Greber: Nach Prüfung sei festzuhalten, "dass die Vorarlberger Veterinärbehörde nicht eingebunden war, da der Tiertransport innerhalb Österreichs keiner veterinärbehördlichen Bewilligung bedarf und die Abfertigung des Kalbes in Bergheim/Salzburg nach Spanien durch die Salzburger Veterinärbehörde erfolgt ist". Dass das Kalb nach einiger Zeit von Spanien in den Libanon weitertransportiert wurde, war vermutlich auch dem Landwirt bis gestern nicht bekannt, so Landesveterinär Norbert Greber.

Interview mit Josef Moosbrugger

Josef Moosbrugger, der Präsident der Landwirtschaftskammer, spricht über Kälbertransporte:

"Wir verteidigen keine Tiertransporte"

„Wir verteidigen keine Tiertransporte“, betont der Landwirtschaftssprecher und verweist auf die großen Anstrengungen in Vorarlberg, Kälbertransporte zu minimieren. „Unser Ziel ist es, den Heimmarkt zu stärken, wofür wir bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt haben."

Dabei nennt Feuerstein das Umdenken bei den Konsumenten: "Unsere Botschaft lautet klar: Jeder, der Tier- und Klimaschutz ernst nimmt, muss zu regionalen Lebensmitteln greifen, um nachhaltig an einer Veränderung mitzuwirken.“ Feuerstein erwähnt außerdem, dass von 2018 auf 2019 die Zahlen der außer Landes gebrachten Kälber um rund 20 Prozent reduziert wurden.

Das sind die Vorwürfe der anderen Ländle-Parteien an die ÖVP

(Red.)

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