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Volkshilfe pocht wegen Coronakrise auf bundesweite Kindergrundsicherung

Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger sieht sich durch Umfrage in seinem Drängen auf eine Kindergrundsicherung bestärkt
Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger sieht sich durch Umfrage in seinem Drängen auf eine Kindergrundsicherung bestärkt ©APA/HERBERT NEUBAUER
Angesichts der aktuellen durch die Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschafts- und Sozialkrise pocht die SP-nahe Volkshilfe auf die Einführung einer bundesweiten Kindergrundsicherung.
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Es brauche deutlich mehr staatliche Unterstützung von armutsgefährdeten Kindern, forderte am Dienstag Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger, der sich dabei auf eine aktuelle SORA-Umfrage stützte.

Armutsgefährdung bei jedem fünften Kind

Jedes fünfte Kind in Österreich, konkret 19 Prozent laut Zahlen der Statistik Austria, sei armutsgefährdet, führte er in einer Online-Pressekonferenz aus. 55 Prozent der im Auftrag der Volkshilfe Befragten würden dies deutlich geringer einschätzen. Gleichzeitig forderten aber 87 Prozent der Teilnehmer der Sozialbarometer-Studie mehr Unterstützung für betroffene Kinder. Dass sich die Notwendigkeit durch Corona verstärkt hat, meinten gar 92 Prozent. Für kostenfreie Unterrichtsmaterialien und Ausflüge sind 90 Prozent.

Fenninger wiederholt Volkshilfe-Forderung nach bundesweiter Kindergrundsicherung

Fenninger erneuerte angesichts von alldem die Volkshilfe-Forderung nach einer bundesweiten Kindergrundsicherung. Jedes Kind soll demnach bis zum 18. Lebensjahr mit 200 Euro monatlich unterstützt werden. Für Armutsbetroffene soll es zusätzlich einen gestaffelten Mehrbetrag geben.

Der Effekt wäre laut Volkshilfe eine Senkung der Armutsgefährdung von 19 auf sechs Prozent. Die Kinder würden vom monatlichen Existenzkampf entlastet, was sich von der Gesundheit bis zu den Schulnoten unmittelbar auswirken würde, zeigte sich Fenninger überzeugt. Kosten würde das Modell je nach Ausgestaltung zwischen 900 Mio. und 2 Mrd. Euro. Es könne aber mit der Steuerentlastung aus dem Familienbonus gegengerechnet werden, erklärte der Volkshilfe-Direktor.

(APA/Red)

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