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Caritas fordert "Pakt für Kinder" zur Grundsicherung

Parr fordert eine einheitliche Kindergrundsicherung.
Parr fordert eine einheitliche Kindergrundsicherung. ©APA/HANS PUNZ
Die neue Caritas-Generalsekretärin Anna Parr hat einen "Pakt für Kinder" gefordert. Es brauche eine bundesweit einheitliche Kindergrunsicherung.

Einen "Pakt für Kinder" fordert die neue Caritas-Generalsekretärin Anna Parr anlässlich des Welttags zur Überwindung der Armut am Samstag. Es brauche eine bundesweit einheitliche Kindergrundsicherung, die die tatsächlichen Kosten der Kinder berücksichtige, forderte Parr am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. Zudem sei ein Ausbau von kassenfinanzierten Psychotherapieangeboten notwendig.

231.000 Kinder in Österreich armutsgefährdet

1,1 Millionen Menschen seien in Österreich armutsgefährdet, davon 231.000 Kinder, erinnerte Parr. Corona habe die Situation verschärft. "Die Corona-Krise ist ein Stresstest für viele Menschen", betonte auch Caritas-Präsident Michael Landau, "die Hilfe der Caritas wird an allen Ecken und Enden gebraucht", verwies er etwa auf alarmierende Arbeitslosenzahlen. In den Sozialberatungsstellen der Caritas seien die Erstkontakte gestiegen, meinte Parr, in Niederösterreich im ersten Halbjahr etwa um 41 Prozent. "Die Armut ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen."

Die Maßnahmen der Regierung hätten zwar kurzfristig geholfen, aber es brauche auch langfristige. Dementsprechend begrüße man den angekündigten Nationalen Aktionsplan des Sozialministeriums. Kinder und Jugendliche sollten darin einen besonderen Stellenwert haben. Parr appellierte an die Politik, Kindern ein Leben ohne Armut zu ermöglichen. Es brauche ausreichende materielle Absicherung, schlug Parr eine bundesweit einheitliche Kindergrundsicherung vor. Eine konkrete Ausgestaltung präsentierte die Caritas nicht - man sei offen für verschiedene Lösungen, es brauche einen konzentrierten politischen Dialog dazu, erklärte Parr. Der Fokus müsse außerdem auf den Bildungs- und Gesundheitsbereich gelegt werden.

Pflegebereich als zweiter Schwerpunkt

Zweiter Schwerpunkt ist für Parr der Pflegebereich, wo man mit einem massiven Fachkräftemangel konfrontiert sei. Bei der anstehenden Pflegereform brauche es einen "großen Schritt", darunter eine Ausbildungsoffensive. Ausbildungen müssten flächendeckend und kostenlos für alle möglich sein, forderte Parr. Wichtig sei auch, das Image des Berufs zu verbessern.

(APA/Red)

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