Vierjährige muss wegen voller Intensivstation auf Herz-OP warten

Das Mädchen sollte im Linzer Kepler Uniklinikum operiert werden.
Das Mädchen sollte im Linzer Kepler Uniklinikum operiert werden. ©APA/HEINZ ZIEGLER
Immer häufiger müssen derzeit Operationen wegen voller Intensivstationen verschoben werden. Davon betroffen ist nun auch ein vierjähriges Mädchen in Kärnten, dass dringend eine Herz-OP braucht.
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Die Herzoperation eines vierjährigen Mädchens aus Kärnten im Linzer Kepler Uniklinikum (KUK) ist auf Februar verschoben worden, weil keine Intensivbetten frei sind. Das berichtete das Ö1-Journal am Mittwoch.

Vierte Corona-Welle sorgt für Verschiebungen von Operationen

Das ist kein Einzelfall. In Linz habe es seit Beginn der vierten Coronawelle bereits 20 Verschiebungen gegeben, hatte der Vorstand der Klinik für Kinderkardiologie, Gerald Tulzer, bereits vor einer Woche im APA-Gespräch berichtet.

Das KUK ist ein wichtiges Zentrum für Kinder-Herzchirurgie. Solche Eingriffe werden in Österreich nur hier und im Wiener AKH durchgeführt. Zu den Verschiebungen komme es, weil immer mehr Pflegepersonal für die aufwendige Behandlung der Corona-Intensivpatienten abgezogen werde. "Manche Eingriffe mussten um ein bis zwei Tage, andere um zwei bis drei Wochen oder Monate verschoben werden." Seitens des Spitals wurde aber versichert, dass kein kritisch krankes Kind auf seine OP verzichten müsse.

Vierjährige leidet an schwerem Herzfehler - Mutter verzweifelt

Der aktuelle Fall betrifft ein Mädchen aus Kärnten. Das Kind sei mit einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen, heißt es in dem Bericht. Zweimal sei die Kleine schon operiert worden, der dritte Eingriff wäre für nächste Woche in Linz geplant gewesen. Nun sei er aber auf Februar verschoben worden, weil keine Intensivbetten frei sind. "Ich habe geglaubt, mir reißt es den Boden unter den Füßen weg", sagte die Mutter des Kindes im Gespräch mit dem ORF.

"Sie wird schnell blau im Gesicht" und habe Schmerzen, schilderte die Mutter den Zustand ihrer Tochter. Und: "Sie hat Angst." Die Operation sollte eigentlich zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr gemacht werden, ihre Tochter werde aber bereits bald fünf, sieht sie Eile geboten. Laut Tulzer werden engmaschige Kontrollen bei dem Mädchen durchgeführt. Sollte sich der Gesundheitszustand des Kindes verschlechtern und die OP akut werden, werde ein zeitnaher OP-Termin ermöglicht, wurde versichert.

(APA/Red)

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