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Veranstalter kritisieren Regierung für Ampelschaltung: "Totengräber"

Die Veranstaltungsbranche fühlt sich von der Regierung im Stich gelassen.
Die Veranstaltungsbranche fühlt sich von der Regierung im Stich gelassen. ©pixabay.com (Symbolbild)
Die Veranstaltungswirtschaft hat sich am Dienstag mit einem Offenen Brief an die Regierung gewandt. Sie agiere als "Totengräber" der gesamten Branche.
Verschärfungen bei Events

Der Unmut über unzählige leere Versprechungen, Hinhaltetaktik und Stigmatisierung sei groß, heißt es. Und nun sehe man sich angesichts der Corona-Ampel mit dem nächsten Rückschlag konfrontiert.

Kritik an gelber Ampelschaltung für Veranstaltungen

"Veranstaltungen österreichweit auf 'gelb' zu stellen, hat die nächste Stornowelle für unsere gesamte Branche ins Rollen gebracht", so die Initiatoren der Kampagne "ohne-uns.at". Man werde ungeachtet des Ernstes der Lage von der Regierung im Stich gelassen: "Trotz vieler Gespräche, kommt es zu keinen praktikablen, wirksamen Lösungsansätzen; das versprochene Branchenpaket wird nicht umgesetzt."

Kritik auch an Contact-Tracing-Regelung

Es sei etwa nicht nachvollziehbar, wenn sich in einem Einkaufszentrum täglich 20.000 Menschen ohne Möglichkeit zum Contact-Tracing aufhalten dürften, während Veranstaltungen im Geschäftskontext ungeachtet der räumlichen Ausgestaltung auf 50 Personen beschränkt seien. Dabei setze man hier professionelle Hygiene- und Präventionskonzepte durch Covid-Beauftragte um.

"Sich täglich überholende Aussagen der Regierungsspitze, Unklarheiten, fehlende Differenzierung und fehlende Gesetzesgrundlagen zu Veranstaltungen führen zur Verunsicherung einer gesamten Branche und deren Kunden aus Wirtschaft, Sport, Kultur und Politik", so die Initiatoren. Die Folge sei letztlich der wirtschaftliche Ruin.

Drozda fordert Kompensation für Einnahmen-Entgang

Unterdessen fordert SP-Kultursprecher Thomas Drozda "endlich die schon lange geforderte Kompensation für den Einnahmen-Entgang". Angesichts der absehbaren völligen Unsicherheit für die kommenden Monate brauche es eine Art Ausfallshaftung von Seiten des Bundes. "So wie die Lage derzeit ist, können Veranstalter kaum planen. Jederzeit kann eine Veranstaltung abgesagt oder verkleinert werden müssen und damit unwirtschaftlich werden. Und diese Situation wird uns noch Monate begleiten", so Drozda in einer Aussendung. Ohne Risikoabsicherung komme das Kulturleben - "vor allem das von privaten Institutionen, die nicht nur von Förderungen leben" - zum Erliegen.

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(APA/Red)

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