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Van der Bellen nach Anschlag: "Gefühl wie in einer anderen Welt"

Alexander Van der Bellen war vom Anschlag in Wien tief betroffen.
Alexander Van der Bellen war vom Anschlag in Wien tief betroffen. ©APA/AFP/JOE KLAMAR
Bundespräsident Alexander Van der Bellen konnte die Nachrichten über den Terroranschlag in Wien zunächst nicht glauben. Zunächst fühlte er sich "wie in einer anderen Welt". Nun ruft er zum Zusammenhalt auf.
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Wie wohl viele Österreicher hat auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen auf die ersten Informationen über einen Terroranschlag in Wien mit Unglauben reagiert. "Nein, das gibt es nicht" waren seine ersten Gedanken, wie er am Dienstagnachmittag bei einem Gespräch mit Hörern des Radiosenders Ö3 mitteilte. Danach "fühlt man sich in einer anderen Welt plötzlich".

Sein Fokus richtete sich dann aber zu den Betroffenen. "Mein Gott, die Menschen im ersten Bezirk, die gefährdet sind", schilderte das Staatsoberhaupt seine Emotionen. Lob gab es für die Polizei, weil sie die Situation sehr rasch unter Kontrolle bekam. "Eigentlich hat der Schrecken neun Minuten gedauert, das ist sehr schnell", resümierte das Staatsoberhaupt.

Van der Bellen: "Dieser Killer hat wahllos auf Menschen geschossen"

Van der Bellen rief aber auch dazu auf, nicht naiv zu sein. "Ich sehe das nüchtern, dieser Killer hat wahllos auf Menschen geschossen - völlig egal, welches religiöses Bekenntnis jemand hat", so der Bundespräsident. Das Attentat habe sich nicht gegen eine bestimmte Person, "sondern gegen uns alle" gerichtet. Es sei der schlimmste Anschlag der vergangenen 40 Jahre gewesen und "wir werden alles tun, um ihn rückhaltlos aufzuklären". Wien und Österreich werden sich gegen den Terror wehren - allerdings "mit den Mitteln des Rechtsstaates". In die Falle des Attentäters, Hass zu schüren, "wird Österreich nicht tappen", unterstrich der Bundespräsident.

Großes Lob gab es auch für die spontane Hilfsbereitschaft und Solidarität am Tatort - etwa, dass Personen Fremde einfach in ihre Wohnungen eingeladen haben. "Ja genau, das ist auch Wien und deshalb werden wir immer zur lebenswertesten Stadt gewählt", so Van der Bellen.

Coronakrise bitte ernst nehmen

Angesichts des neuerlichen Lockdowns aufgrund der Coronakrise rief der Bundespräsident erneut dazu auf, die Maßnahmen der Bundesregierung mitzutragen, auch wenn sie einem "auf die Nerven gehen". "Ich kann nur appellieren, nehmen Sie die Situation ernst", so das Staatsoberhaupt. Es genüge sich vorzustellen, was etwa in Italien Frankreich passiert ist, als die Spitäler so überlastet waren, dass die Ärzte entscheiden mussten, wer ein Bett bekommt. Diese Entscheidung habe "ein Todesurteil" sein können. "Ärzte sollten diese Entscheidung nicht treffen müssen", sagte Van der Bellen.

(APA/red)

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