Ungeimpfte Wiener erhalten Brief mit Corona-Impftermin

Wien buchte Corona-Impftermine für alle Ungeimpften.
Wien buchte Corona-Impftermine für alle Ungeimpften. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Alle Wiener, die noch nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, werden in den kommenden Tagen einen Brief von der Stadt erhalten - inklusive bereits reserviertem Impftermin.

Das Schreiben besteht laut "Österreich" und "wien.orf.at" aus einer Einladung zum Impfen inklusive bereits reserviertem Termin. Außerdem beinhaltet der Brief eine Erklärung, warum die Impfung wichtig ist bzw. eine Aufklärung über die gängigsten Impfmythen. Das Schreiben wurden in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) verfasst.

Ungeimpfte Wiener erhalten Brief mit bereits reserviertem Impf-Termin

"Ihr persönlicher Termin für die COVID-Schutzimpfung ist da!", heißt es in dem Brief an die Ungeimpften. Für jede Adressatin bzw. jeden Adressaten des Anschreibens wurde ein Impftermin in der Impfstraße im Austria Center Vienna vereinbart. Für die erste Tranche ist dieser am 26. November. Wer den vorgeschlagenen Termin nicht wahrnehmen kann oder möchte, wird gebeten, den Termin zu stornieren bzw. zu verschieben.

Abgesehen von den gesundheitlichen Aspekten der Schutzimpfung wurde in dem Brief auch prognostiziert: "Mit fortschreitender Dauer der Pandemie werden in ganz Österreich - zum Schutz aller - immer mehr Bereiche auf die 2G-Regel (Zutritt nur für vollständig geimpfte Personen oder Genesene) umgestellt werden."

Gespräche zu einem derartigen Anschreiben an Ungeimpfte mit bereits reserviertem Impftermin gebe es auch mit anderen Bundesländern, aber Wien ist das erste Bundesland, das den Brief auch versendet, sagte eine ÖGK-Sprecherin der APA. Ob andere folgen werden ist offen. Bereits beschlossen wurde jedoch ein Brief an die Ungeimpfte von der ÖGK. In diesem Brief sollen sie über ihr erhöhtes Risiko eines schweren Covid-19-Verlaufs bei einer Infektion informiert werden. Das Schreiben wird österreichweit an die betreffenden Personen adressiert.

Niederösterreich empört: "Und wir werden seit Monaten vertröstet"

Niederösterreichs Impfkoordinator Christof Constantin Chwojka teilte der APA mit, dass Niederösterreich "seit Monaten" die Möglichkeit eines derartigen Schreibens an Ungeimpfte einfordere: "Und wir werden seit Monaten von Gesundheitsministerium und ÖGK vertröstet. Weil angeblich die gesetzlichen Grundlagen fehlen. Jetzt wird plötzlich einem einzigen Bundesland ermöglicht, worauf alle Bundesländer seit Monaten warten." In einer der größten Gesundheitskrisen, die wir jemals hatten, "müssen alle an einem Strang ziehen", hielt Chwojka fest: "Ein gemeinsames Vorgehen in der Pandemiebekämpfung bedeutet Sicherheit für die Bevölkerung."

(APA/Red)

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