Umfrage zeigt: ÖVP-Wähler wünschen sich NEOS als zweite Regierungspartei

Die ÖVP-Wähler wünschen sich am ehesten die NEOS als zweite Regierungspartei.
Die ÖVP-Wähler wünschen sich am ehesten die NEOS als zweite Regierungspartei. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Eine Umfrage hat gezeigt, dass sich ÖVP-Wähler vor allem die NEOS in einer nächsten Regierung wünschen. Zumindest gaben das 43 Prozent der Befragten zu Protokoll.
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Die ÖVP-Wähler wünschen sich neben der Volkspartei selbst vor allem die NEOS in einer nächsten Regierung. 43 Prozent gaben das bei einer Umfrage des SORA-Instituts für den ORF zu Protokoll. Lediglich 20 Prozent der ÖVP-Wähler wollen hingegen die Grünen in einer Regierung sehen, sie liegen damit noch hinter der FPÖ (34), aber vor der SPÖ (16).

ÖVP und NEOS-Wähler könnten sich Zusammenarbeit vorstellen

Die NEOS können sich ebenso wie die ÖVP-Wähler eine Regierung mit den Türkisen vorstellen. 72 Prozent der NEOS-Wähler sind für die ÖVP in der Regierung, 42 Prozent für die Grünen und 29 Prozent für die SPÖ. Die Grün-Wähler würden neben sich selbst am liebsten die SPÖ (69) oder die NEOS (53) in einer Regierung sehen. Die ÖVP liegt bei ihnen mit 32 Prozent auf Rang drei. Ganz eindeutig deklarieren sich die FPÖ-Wähler zu einer Neuauflage der türkis-blauen Koalition. Sie wollen zu 85 Prozent die ÖVP in einer Regierung sehen. SPÖ-Wähler würden eine Regierung mit den Grünen (59) bevorzugen. Mit 32 Prozent liegt die ÖVP bei ihnen auf Platz zwei.

Von der Demokratie als beste Regierungsform sind vor allem die Wähler der Grünen (87 Prozent Zustimmung) und der SPÖ (80) überzeugt. Am skeptischsten sind wie bereits in der Vergangenheit die FPÖ-Wähler, die nur zu 27 Prozent "sehr zustimmen", dass die Demokratie trotz aller Probleme besser als jede andere Regierungsform sei. 21 Prozent der FPÖ-Wähler stimmen hingegen wenig bis gar nicht zu. Damit ist das Vertrauen der FPÖ-Wähler in die Demokratie seit der Nationalratswahl 2017 gesunken, damals hatten noch 48 Prozent "sehr zugestimmt".

66 Prozent der Wähler mit Übergangsregierung "ziemlich zufrieden"

Mit der Übergangsregierung unter Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein zeigten sich insgesamt 66 Prozent der Wähler zumindest "ziemlich zufrieden". Auffallend ist hier das schlechte Abschneiden der Übergangsregierung unter den FPÖ-Wählern. Von ihnen waren 63 Prozent wenig bis gar nicht zufrieden. Dass unbegrenzte Parteispenden von Firmen und Einzelpersonen der Demokratie schaden, stieß vor allem bei den Grün-Wählern (72) und der SPÖ (68) auf große Zustimmung. Bei NEOS stimmten 29 Prozent der Wähler der Aussage zu, bei der ÖVP 26 und bei der FPÖ 17 Prozent.

Geteilte Meinungen zu Ibiza-Video

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Ibiza-Video. Dass es für die Demokratie wichtig ist, dass Medien - auch unter der Verwendung fragwürdiger Quellen - derartige Dinge aufzeigen, meinen vor allem die Grün-Wähler (78) und die SPÖ (69), aber auch die NEOS (56). Bei der ÖVP stimmten dem hingegen 23 Prozent wenig bis gar nicht zu. Bei den FPÖ-Wählern sind 67 Prozent der Meinung, dass das für die Demokratie wenig bis gar nicht wichtig ist.

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(APA/Red)

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