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Trotz Corona: Diese Events bringt der Kultursommer in Wien

Der Wiener Kultursommer wird trotz Corona vieles zu bieten haben - wenn auch vielleicht anders als gewohnt
Der Wiener Kultursommer wird trotz Corona vieles zu bieten haben - wenn auch vielleicht anders als gewohnt ©Pixabay (Sujet)
Trotz allen durch die Coronakrise bedingten Herausforderungen wird es diesen Sommer in der Bundeshauptstadt zahlreiche Veranstaltungen geben - ob outdoor oder auch indoor. Hier ein Überblick.
Corona-Lockerungen im Kulturbereich ab 1. Juli
Donauinselfest startet mit einer Bus-Tour

Wien ist anders. In der Bundeshauptstadt ist angesichts der Corona-Beschränkungen kurzfristig ein erstaunlich umfangreiches Open-Air-Programm auf die Beine gestellt worden. Neben dem städtischen "Kultursommer" und den Pop-Up-Konzerten im Vorfeld des Donauinselfestes gibt es etwa Freiluft-Events im Gartenpalais Liechtenstein und im Garten des Palais Schwarzenberg.

Outdoor-Auftakt mit Niavarani und Hoanzl: "Theater im Park"

Bereits am 1. Juli eröffnet das "Theater im Park" von Michael Niavarani und Georg Hoanzl im neben dem Belvedere-Garten gelegenen Privatgarten des Palais Schwarzenberg. Im Juli sind 500 Besucher, ab August dann 1.250 Besucher zugelassen. Im bunten Programm finden sich u.a. die Simpl Revue "Arche Noah Luxusklasse" (5., 8.-12. Juli), eine szenische "Reigen"-Lesung von Sandra Cervik und Herbert Föttinger (13. Juli), ein Konzert von Ernst Molden & Der Nino aus Wien (23. Juli) oder Niavaranis "Homo idioticus - Die Corona-Edition" (1., 5., 7. August).

Musik, Theater und Kabarett im Gartenpalais Liechtenstein

Ebenfalls im Park, aber in jenem des Gartenpalais Liechtenstein, kann sich das Publikum auf die "Sommer Rhapsodie im Garten" freuen. Von 7. Juli bis zum 19. August bietet man zweimal pro Woche Musik, Theater und Kabarett. Den Auftakt macht eine Barockgala der Wiener Akademie unter der Leitung von Jeremy Joseph (7.7.), tags darauf folgen Miguel Herz-Kestranek mit der Lesung "Theater - Lachertorten!" und Marius Zernatto mit "#werther".

Auf dem weiteren Programm stehen u.a. ein Jazzabend mit Georg Breinschmid, Beni Schmid und Thomas Gansch (14.7.), "Weanarisch g'redt, g'sungen und g'spielt" mit Fifi Pissecker, Tini Kainrath, Rudi Koschelu und Tommy Hojsa (21.7.) oder "Weibsbilder" mit Angelika Kirchschlager, Maria Happel, Ulrike Beimpold und Arabella Cortesi (4.8.) Die Künstlergagen werden dabei zur Gänze von der Stiftung Fürst Liechtenstein übernommen und die Ticketeinnahmen an die beiden Organisationen "Künstler helfen Künstlern" und "Superar Österreich" gespendet.

"Baulückenkonzerte" und Co. beim Festival "Wir sind Wien"

Das Festival "Wir sind Wien" bespielt heuer im Rahmen der "Baulückenkonzerte" von 15. bis 19. Juli ein unbebautes Areal in Neu Marx, wo unter anderem Garish, der Hot Pants Road Club, Violetta Parisini, Fennesz und Ernst Molden mit dem Frauenorchester gastieren. Bereits am 1. Juli heißt es in Hietzing "Jodeln in der Jodelgasse!", am 3. Juli ist die "Morning Show" mit "Spitzenmusik am Spitz" in Floridsdorf zu Gast. Am 4. und 5. Juli folgen "Silent Bootskonzerte" von Naked Lunch und Wiener Blond.

Indoor-Events von Stadtsaal bis Spittelberg

Doch nicht nur outdoor, auch indoor gibt es im Sommer Kultur: Mit 25. Juli meldet sich der Stadtsaal zurück und startet mit einem Konzert von Willi Resetarits und Ernst Molden unter dem programmatischen Titel "Hurra" wieder durch. In den Folgewochen bemüht man sich dann, die große Mehrzahl der dank Corona abgesagten Termine nachzuholen, wenn etwa Altmeister Lukas Resetarits nun am 12. und 13. August zu erleben ist, Kollege Roland Düringer am 17. August oder Josef Hader am 28. August - mehr zum Spielplan des Stadtsaals hier.

Die Sommerbühne Spittelberg wird bereits ab 1. Juli für viele Künstlerinnen und Künstler zum Ort ihres Post-Corona-Comebacks: Auf dem Programm stehen Stars wie Erika Pluhar, Ernst Molden oder Die Strottern. Die Plätze im Publikum sind allerdings auf 90 limitiert, dafür geben aber viele der geladenen Musikerinnen und Musiker Doppelvorstellungen. Trompeter Thomas Gansch steht am 4. Juli mit Wolfgang Muthspiel mit "One Night Stand Vol. 9" auf der Bühne, Christoph & Lollo haben sich für den 11. August angesagt - mehr dazu hier.

Wiener Festwochen wegen Corona in abgespeckter Form

Auch auf die Wiener Festwochen, die eigentlich im Mai und Juni stattfinden hätten sollen und coronabedingt lediglich einige online-Beiträge realisieren konnten, muss man nun doch nicht ganz verzichten: Ab 26. August bietet man einen Monat lang unter dem Titel "Festwochen 2020 reframed" ein abgespecktes Programm. Die meisten der ursprünglich geplanten Uraufführungen bleiben zwar auf 2021 verschoben, doch immerhin 15 Produktionen sind nun bis 26. September zu sehen. An den ersten drei Tagen des Festivals ist die große Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker in der Halle E mit ihrer Interpretation von Bachs "Goldberg Variationen" im Museumsquartier zu erleben. In der Halle G gibt man das am 30. August startende Projekt "Farm Fatale" des Franzosen Philippe Quesne, der fünf arbeitslos gewordene Vogelscheuchen ins Zentrum rückt. In der Kärntnerpassage läuft die Videoinstallation "No Man II"des Videokünstlers und Theatermachers Ho Tzu Nyen.

Das abgesagte ImPulsTanz-Festival füllt die Sommer-Lücke mit "Public Moves Workshops", das genaue Programm (9. Juli bis 30. August) soll am 2. Juli veröffentlicht werden (www.impulstanz.com). Mehrmals täglich, bei jedem Wetter und auf Distanz bieten 92 Dozenten in 298 kostenlosen Kursen Einblicke in unterschiedliche Tanzstile. Das Popfest, das üblicherweise Ende Juli am Karlsplatz über die Bühne geht, kann diesmal nicht in der üblichen Form stattfinden, an einem Alternativkonzept werde gearbeitet, wie es auf der Website (www.popfest.at) heißt.

"Kultursommer 2020" in Wien

Der von der Stadt Wien organisierte "Kultursommer 2020" hat es in sich: Bei freiem Eintritt sollen im Juli und August jeweils von Donnerstag bis Sonntag 2.000 Künstlerinnen und Künstler bei 800 Events an 25 Outdoor-Spielstätten auftreten. Die beiden größten Bühnen befinden sich auf der Donauinsel sowie am Laaer Berg, sie können 500 beziehungsweise 300 Besucher bei Veranstaltungen aufnehmen.

Auch in verschiedenen Parks und auf öffentlichen Plätzen wird es Veranstaltungsorte geben, an denen für rund 100 Personen zugewiesene Plätze zur Verfügung stehen. Als mögliche Orte werden derzeit die Kaiserwiese (Leopoldstadt), der Parkplatz Flohmarkt am Naschmarkt (Mariahilf) oder der Helmut-Zilk-Park (Favoriten) geprüft. Zusätzlich gibt es kleine Podest-Bühnen, bei denen 30 Besucher Platz finden. Ein genaues Programm soll am Donnerstag (2. Juli) präsentiert werden.

Donauinselfest findet statt: Als Tour durch Wien

Auch das Donauinselfest wird im Juli und August präsent sein - in einer völlig veränderten Form. Da der traditionellen Termin Ende Juni gecancelt wurde, setzt der Veranstalter, die Wiener SPÖ, auf eine neues Konzept. Von 1. Juli bis zum 18. September touren Live-Acts durch die Stadt und werden ihr Programm an verschiedenen öffentlichen Orten von einem Cabrio-Bus aus präsentieren. Zum Abschluss gibt es dann am 19. und 20. September Konzerte auf der Insel selbst - aber nur auf einer Stage und mit deutlich weniger Publikum als sonst. Wer wann wo auftritt, ist geheim. Fest stehen lediglich die Zahlen: Angekündigt sind mehr 100 Acts, die an 80 Tagen alle Bezirke bespielen werden.

Bei ImPulsTanz heißt es heuer selbst schwitzen

"Wir tanzen weiter!": Unter diesem Motto bietet das coronabedingt abgesagte ImPulsTanz-Festival vom 9. Juli bis zum 30. August ein vorerst siebenwöchiges Alternativprogramm, bevor es im Oktober im Odeon Theater weitergeht. Bereits zum vierten Mal findet - diesmal jedoch als Hauptact - die Workshop-Reihe "Public Moves" statt.

Wie Rio Rutzinger, künstlerischer Leiter der Reihe, im APA-Gespräch erläutert, bietet man dem Publikum "eine Wiederbegegnung mit sich selbst". An sieben Orten in der Stadt werden rund 90 Dozentinnen und Dozenten an 53 Tagen mehrmals täglich gratis Kurse leiten - unter Wahrung der Abstandsregeln. Auf Wiesen (etwa auf der Kaiserwiese im Prater oder auf der Donauinsel) werden auf den 800 Quadratmeter großen Tanzflächen für jeden Teilnehmer 16 Quadratmeter große Felder aufgesprüht, auf aufgebauten Tanzböden (etwa im Arkadenhof im Rathaus) wird abgeklebt. Zwar werde man durch die aktuellen Lockerungsmaßnahmen die Vorgaben "übererfüllen", andererseits könne man so auch vorsichtigen Menschen eine Teilnahme ermöglichen, so Rutzinger. Waren die Workshops in den vergangenen Jahren noch aufbauend über mehrere Tage angelegt, sind es diesmal ausschließlich Einzelkurse, bei denen jeder mitmachen kann.

Das Spektrum reicht von Hip-Hop bis Feldenkrais, von Yoga bis Contemporary, von Schrei-Klassen bis Afro Dance: Durch ein eigens entwickeltes Reservierungssystem versucht man, Contact Tracing zu ermöglichen. Da alle Veranstaltungen im öffentlichen Raum stattfinden, ist Zuschauen sowie Mitmachen (auch am Rand) ausdrücklich erwünscht. "Nach Wochen des oft auch einsamen Lockdowns ist es eine wichtige Erfahrung, sich wieder gemeinsam zu bewegen und gemeinsam zu schwitzen", ist sich Rutzinger sicher. Schließlich gehe es derzeit auch im Alltag wieder darum, Körperlichkeit miteinander neu zu besprechen. "Während sich manche Menschen wieder angstfrei umarmen, sind andere noch nicht so weit. Da muss man jetzt mehr auf die Grenzen des Gegenübers Rücksicht nehmen", ist er überzeugt.

(apa/Red)

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