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Tropenstrum Isaac wird zum Hurrikan: Ein Vorarlberger berichtet aus Florida

Leo Frei hat schon den einen oder anderen Tropensturm miterlebt - auch Isaac.
Leo Frei hat schon den einen oder anderen Tropensturm miterlebt - auch Isaac. ©handout, EPA
Leo Frei lebt in Florida. Wie geht man mit einem nahenden Tropen-Sturm oder Hurrikan um? Leo Frei hat die Auswirkungen von "Isaac" auf den Sunshine State live miterlebt und berichtet davon im Interview mit VOL.AT.
Tropensturm "Isaac" wütet weiter
"Isaac" nähert sich dem Festland

Der Vorarlberger Leo Frei lebt und arbeitet in Sarasota (Florida). Sarasota hat etwas mehr als 50.000 Einwohner und liegt an der Westküste zum Golf von Mexiko. Damit lag die Stadt in Florida auch auf der Route von “Isaac”.

VOL.AT: Hat Hurrikan “Isaac” auch in Sarasota getobt?

Leo Frei: “Isaac” ist schon an uns vorbeigezogen. Besonders spürten wir ihn in der Nacht von Samstag auf Sonntag, aber auch noch gestern. “Isaac” hat inzwischen Kurs auf Lousiana und Alabama genommen. Wir hatten Windgeschwindigkeiten zwischen 50 und 60 km/h und vor allem hat uns “Isaac” in diesem Küstenabschnitt sehr viel  Regen beschert. Als “Isaac” an uns vorbeigezogen ist, hatte er einen Durchmesser von 500 Meilen.

VOL.AT: Wie gehen die Menschen mit einer Hurrikan-Warnung um?

Leo Frei: Auch wenn eine Tropical Storm– oder Hurricane-Warnung rausgeht, bleiben die meisten Einwohner ruhig und gelassen. Selbst das National Hurricane Center kann nie den genauen Kurs des Sturms voraussehen. Es ist jedoch eine typische Maßnahme, dass man alles rund um das Haus herum, auf der Terasse, Pooldeck etc. verstaut. Dann kann nichts herumfliegen und Schaden anrichten. Von Panik ist und war hier gar nichts zu merken.

VOL.AT: Es wurde viel von Hamsterkäufen berichtet und dass die Menschen sich auch mit ausreichend Benzin eingedeckt haben. Stimmt das?

Leo Frei: Ja, Hamsterkäufe sind hier immer wieder sehr beliebt. Meistens ist es gut das Auto aufzutanken, da nach einer Warnung an den Tankstellen immer sehr viel los ist. Da kann es dann natürlich vorkommen, dass den Tansktellen der Benzin ausgeht. Zudem füllen die Menschen das Benzin in Kanistern ab, damit sie Sprit für ihre Generatoren haben. In Florida kauft man überlicherweise auch Kanister mit Trinkwasser, Nahrungsmittel in Dosen, Battereien, Medikamente und auch Taschenlampen. Diese artikel sind meistens sehr schnell ausverkauft! Das ist ein normales Szenario in Florida.

VOL.AT: Wie funktionieren die Sturm- und Unwetterwarnungen durch die Behörden?

Leo Frei: Meiner Meinung nach wird man sehr gut von den Behörden vorgewarnt. Seit Katrina (2005) ist alles viel besser geworden. Noch bevor “Isaac” Florida erreicht hat, wurde der “State of Emergency” in Florida ausgerufen, der sogenannte Ausnahmezustand – obwohl der nicht mal Haiti erreicht hatte. Man wird via Radio, Zeitung, auf der Homepage des National Hurricane Center usw. gewarnt. Falls eine Warnung für einen Bezirk oder eine Stadt ausgsprochen wird, in der man lebt, wird das auf jedem einzelnen TV-Sender sichtbar. Zudem erklingt auch ein sehr lauter unverwechselbarer Pfeifton, den man auch hört wenn das Fernsehgerät ausgeschaltet ist.

VOL.AT: Warum wurde so früh schon der Ausnahmezustand erklärt?

Leo Frei: Weil bei etwaigen Schäden sofort finanzielle Hilfsmittel zur Verfügung stehen. Auch das Florida Emergency Correspondence Team wurde mit dem LEVEl 1 in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Zudem wurden Notunterkünfte geöffnet, die Krankenhäuser vorbereitet und mautpflichtige Strassen auf der Evakuierungsroute durch Florida zur kostenlosen Befahrung freigegeben.

VOL.AT: Wie erlebst Du das mit – ist das eine normale Situation oder eher beängstigend?

Leo Frei: Für mich war es sehr aufregend, obwohl Isaac “nur” ein Tropen-Sturm war. Man macht sich natürlich Sorgen, was alles passieren kann und wie man seine Familie und Haus am besten schützt. Die Naturkräfte eines Hurrkans habe ich nur wenige Tage nach meiner ersten ankunft in den USA, am 24. Oktober 2005, in West Palm Beach miterlebt. Es war unglaublich mit eigenen Augen zu sehen, wie Hurrikan “Wilma” einen L7,5 Tonnen schweren Lkw einfach zum Umfallen gebracht hat. Isaaac ist bis jetzt immer noch ein Tropen-Sturm (bis zu Windgeschwindigkeiten unter 74 Meilen pro Stunde). Außer etwas Wind, Regen und herumfliegenden Ästen hatten wir keine bemerkenswerten Schäden. Luat dem  National Hurricane Center soll er aber bereits Mittwochnacht als Hurricane der Kategorie  auf die Küste von Lousianna treffen. (VOL.AT)

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