Tiroler Grüne warnen zum Wahlkampfabschluss vor Schwarz-Rot

Der grüne Spitzenkandidat Mair warnte vor einer Stimme für die SPÖ bei der Tirol-Wahl.
Der grüne Spitzenkandidat Mair warnte vor einer Stimme für die SPÖ bei der Tirol-Wahl. ©APA/EXPA/JOHANN GRODER
Am Donnerstag luden die Tiroler Grünen zum Wahlkampfabschluss in Innsbruck. Dabei warnte Spitzenkandidat Gebi Mair eindringlich vor einer schwarz-roten Koalition.
Mair hat bereits gewählt
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Die Grünen haben am Donnerstag den Auftakt zu den Abschlüssen vor der Tiroler Landtagswahl gestaltet. Bei dem Freiluft-Treffen am Innsbrucker Marktplatz warnte Spitzenkandidat Gebi Mair eindringlich vor einem Comeback von Schwarz-Rot und betonte die Regierungsbereitschaft der Grünen, sowohl in einer Konstellation mit der ÖVP als auch in einer ohne.

Tirol-Wahl: Gebi Mair warnte vor Comeback von Schwarz-Rot

Einige Dutzend Funktionäre und Wahlhelfer hatten sich Donnerstagnachmittag im Zentrum der Landeshauptstadt versammelt, um noch einmal Schwung für die letzten Stunde der Wahlkampagne zu nehmen. Aus Wien kam eine kleine Abgeordneten-Delegation zur Unterstützung, der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi warb in seinen kurzen Begrüßungsworten dafür, dass seine Partei in Regierungsverantwortung bleibt: "Es braucht ganz starke Grüne in der Landesregierung."

Diese Meinung vertrat wenig überraschend auch das Spitzenpersonal bei der Wahl: "Wir wollen am Sonntag den Auftrag zum Anpacken", tönte Mair und warnte gleichzeitig vor einer Stimme für die SPÖ, indem er deren Spitzenkandidaten ins Visier nahm: "Georg Dornauer ist eine Klimarettung kein Anliegen." Ohnehin hätte Schwarz-Rot nur alte Rezepte für neue Herausforderungen, das könne nicht funktionieren. Die NEOS reihte Mair in die gleiche Liga ein.

Tiroler Grüne stehen für weitere Zusammenarbeit mit ÖVP bereit

Die Richtungsentscheidung am kommenden Sonntag besteht für den Spitzenkandidaten darin, ob es ein Zurück in ein altes System gebe oder einen Aufbruch in ein neues System. Die Grünen stünden für letzteres bereit. Das gelte sowohl für eine Zusammenarbeit mit der ÖVP als auch für eine neue Konstellation.

Die Listenzweite Petra Wohlfahrtstätter war bemüht, Optimismus vor der Landtagswahl in Tirol zu verbreiten: "Wir sind mit unserem Projekt Grün noch lange nicht am Ende." Im Wahlkampf habe sie fast nur freundliche Gesichter gesehen. Am Beginn sei man manchmal auf etwas Zurückhaltung gestoßen, in den vergangenen 14 Tagen habe sich aber sehr viel gedreht.

Energiewende und Soziales als Themen zum Wahlkampfabschluss

Inhaltlich dominierte beim Abschluss die Energiewende, die nach Darstellungen der Grünen nur ihr ehrliches Anliegen sei. Die anderen säßen im Haus beim Essen, während der Dachstuhl brenne und dächten sich, es werde schon nichts passieren. Zweiter Fokus war das Soziale, Anliegen wie der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung wurden einmal mehr dargebracht. Abgeschlossen wurde der Auftakt mit einem Rad-Corso.

Den Grünen folgen mit ihrem letzten größeren (Medien-)Event vor der Tirol-Wahl Freitagmittag die NEOS, die ÖVP ist am Nachmittag an der Reihe, die FPÖ am Abend. Am längsten Zeit lassen sich Liste Fritz und SPÖ, die am Samstag ihre Kampagnen offiziell zum Abschluss bringen.

(APA/Red)

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