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Tennis: Sportliche Zukunft von Oliver Marach ungewiss

Seit der Corona-Pause lief es für den 40-Jährigen nicht mehr glänzend.
Seit der Corona-Pause lief es für den 40-Jährigen nicht mehr glänzend. ©APA/EXPA/STEFAN ADELSBERGER
Nach dem frühen Wien-Out ist die sportliche Zukunft von Oliver Marach ungewiss. Seit der Corona-Pause lief es für den 40-Jährigen bereits nicht mehr so glänzend.

Jürgen Melzer steht als einziger Österreicher im Doppel-Viertelfinale des Erste Bank Open. Nachdem das Duo Dennis Novak/Dominic Thiem am Montag ausgeschieden war, schaltete Melzer mit dem Franzosen Edouard Roger-Vasselin am Mittwoch den Steirer Oliver Marach und Daniel Evans mit 6:2,7.5 aus. Während es für den Briten am Donnerstag im Einzel-Achtelfinale gegen Lokalmatador Jurij Rodionow weitergeht, ist die Saison für Marach mit der Niederlage womöglich vorbei.

Nach der Corona-Pause lief es für Marach nicht gut

Nach der Corona-Pause lief es für den seit Juli 40-Jährigen nicht so glänzend, die Niederlage in Wien war die fünfte in einer ersten Runde. Auch bei den US Open klappte es nicht. Auf der Habenseite stehen Halbfinali im September in Kitzbühel mit Jürgen Melzer und beim ersten Kölner Turnier mit Raven Klaasen. Mit dem Südafrikaner gab es auch den heuer einzigen Finaleinzug, vor dem "Lockdown" im Februar in Dubai. In Köln trennten sich aber die sportlichen Wege von Marach und Klaasen.

"Das war schon seit Paris klar. Wir verstehen uns super, aber die Corona-Zeit hat uns extrem geschadet", sagte Marach der APA - Austria Presse Agentur. Er selbst habe an seinem Wohnort in Panama in fünf Monaten Tennis gespielt, sei dann verletzt, aber ohne Physiotherapeut gewesen. Auch finanziell sei es nach wie vor schwierig. "Ich kann mich seit Februar nicht einmal auf Plus/Minus Null ausgleichen. Ich habe immer gesagt, ich spiele Tennis, solange es sich auszahlt."

Marach vor ungewisser sportlicher Zukunft

Von daher steht Marach vor einer ungewissen sportlichen Zukunft. Hat er beim zweiten Kölner Turnier mit seinem früheren kroatischen Standardpartner Mate Pavic das Halbfinale erreicht, ist ihm für Wien und auch Paris der Kroate Ivan Dodig wegen eines positiven Corona-Tests ausgefallen. Für den Heimauftritt wurde Einzelspieler Evans zum letzten Ausweg, für das Turnier nächste Woche in Paris muss bis Freitag ein Partner gefunden werden. Zwei mögliche Optionen gibt es dafür, so Marach.

Marach: "Spaß macht es mir momentan nicht wirklich"

Wie es 2021 weitergeht, weiß Marach noch nicht. "Spaß macht es mir momentan nicht wirklich, und im Doppel ist es vom Budget her schwierig." Einen Standardpartner zu finden sei derzeit schwierig. "Ich bin auch derzeit kein heißes Eisen auf dem Markt. Ich glaube nicht, dass ich die Nummer 1 auf der Liste vieler bin." Ins nächste Jahr möchte er aber schon starten." Und ich will unbedingt Olympia spielen." Der Davis Cup im November 2021 sei zu weit weg. "Ich will niemanden einen Spot wegnehmen."

In Gedanken ist Marach bei seiner Familie in Panama, seit August hat er sie nicht mehr gesehen. "Reise ich dazwischen heim, muss ich in Quarantäne und verliere drei Turniere." Seine beiden Töchter haben weiter Home-Schooling, die Lage im Land ist schlimm. "Die Wirtschaft ist komplett zerstört. Sie haben vor einer Woche wieder die Geschäfte aufgemacht. Es gibt keine Hilfspakete. Alles ist sehr teuer, keiner kann die Miete zahlen. Drei, vier Monate lang hatten wir pro Tag 1.200 - was Wahnsinn ist."

Melzer hat Wegbegleiter aus dem Tunier geworfen

Melzer freute sich über seinen Doppelsieg, aber es schmerzte ihn, Marach aus dem Turnier geworfen zu haben. "Gegen einen engen Freund, einen Wegbegleiter über 25 Jahre zu spielen, ist nie leicht." Melzer hatte am Montag sein Karriereende mit Jänner bei den Australian Open verkündet, er wird Sportlicher Leiter in Österreichs Verband (ÖTV). Es ist also sein letzter Wien-Auftritt als Spieler. "Ich habe hier unglaublich schöne Momente in meiner Karriere verbracht. Wahrscheinlich die schönsten überhaupt."

Ganz oben stehen da natürlich die Einzel-Titel beim heimischen ATP-Turnier 2009 und 2010, aber auch 2014 im Doppel hat der Niederösterreicher zugeschlagen. "Zu Hause zu gewinnen ist das Beste, das man sich vorstellen kann. Wehmut ist da, aber ich hoffe natürlich, dass wir noch ein paar Matches in dieser Woche vor uns haben." Leichter wird es jedenfalls nicht, geht es doch im Viertelfinale gegen die als Nummer drei gesetzten Lukasz Kubot/Marcelo Melo (POL/BRA).

Medwedew gestaltete sein verspätetes Wien-Debüt souverän

Nach Novak Djokovic (1), Dominic Thiem (3) und Andrej Rublew (8) hat mit Daniil Medwedew (6) auch der vierte Top-8-Spieler der Weltrangliste sein Auftaktmatch beim Erste Bank Open ohne Satzverlust gewonnen. Der Russe besiegte am Mittwochnachmittag Jason Jung glatt 6:3,6:1, doch spielte der Taiwanese recht gefällig mit. Im Anschluss daran war mit Stefanos Tsitsipas (5) noch ein weiterer Spieler aus den Top Acht im Einsatz, der Grieche traf auf den Deutschen Jan-Lennard Struff.

Es ist Medwedews erstes Antreten beim Wiener ATP-Tennisturnier. Im Vorjahr hatte der Russe sein Antreten kurzfristig wegen Erschöpfung absagen müssen, nachdem er es in den sechs Turnieren davor stets ins Finale und dreimal davon bis zum Titel geschafft hatte. "Ich wollte damals das siebente Finale in Folge, aber ich war wirklich körperlich fertig", sagte der 24-jährige Medwedew im Vorfeld der Jung-Partie. "Jetzt bin ich glücklich, endlich hier zu spielen. Ich hoffe auf eine gute Woche."

Er habe Gutes über das Turnier gehört, war schon zwei-, dreimal privat mit dem Auto in Wien. Aber in der "Bubble" der Tennis-Woche sei es natürlich nicht das gleiche wie beim Sightseeing. Die ganze Konzentration müsse aber sowieso der Veranstaltung gelten. "Das Turnier ist wirklich stark besetzt, schon das Halbfinale wäre ein Erfolg. Man spielt nicht so oft schon zu Beginn gegen Top-10-Spieler. Das kann dann in London nicht viel anders sein", sprach Medwedew die ATP-Finals an, für die er bereits fix qualifiziert ist.

Tsitsipas nach Wiener Dreisatzsieg über Struff gegen Dimitrow

Wie davor der Russe Daniil Medwedew hat auch Stefanos Tsitsipas sein allererstes Antreten beim Wiener ATP-Tennisturnier erfolgreich gestaltet. Der Grieche musste aber als einziger der Top Fünf der Setzliste - alle aus den Top Acht der Weltrangliste - einen Satz abgeben, am Ende stand freilich ein 6:7(3),6:3,6:4 gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff. Nun kommt es für den 22-Jährigen am Donnerstag zur Neuauflage des French-Open-Achtelfinales gegen Grigor Dimitrow.

Und die Nummer fünf der Weltrangliste schob dem Bulgaren sogar die Favoritenrolle zu. "Er ist in guter Form", meinte er über den 29-jährigen Dimitrow, den Weltranglisten-20. "Mein Ziel ist, nahe an der Perfektion zu spielen, aber nicht mit zu hohen Erwartungen. Ich schaue von Spiel zu Spiel." Er sei aber froh, dass er gut in die Indoor-Saison gestartet sei. Tsitsipas: "Je mehr ich spiele, desto besser sollte es werden. Ich muss Lösungen finden und mein Spiel einfach gestalten. Da bin ich auf einem guten Weg."

Weiter kam auch der italienische Hoffnungsträger Jannik Sinner. Im Duell zweier Youngster besiegte der 19-Jährige den 21-jährigen Norweger Casper Ruud 7:6(2),6:2. Sinners Achtelfinale wird ebenso am Donnerstag gespielt, und zwar geht es gegen den als Nummer fünf eingestuften Russen Andrej Rublew.

Djokovic in Wien nach erneuten Tiebreak-Krimi siegreich

Tennisstar Novak Djokovic ist der erste Viertelfinalist des Erste Bank Open. Der 33-jährige Serbe besiegte am Mittwochabend beim Wiener ATP-Tennisturnier den Kroaten Borna Coric in 2:07 Stunden 7:6(11),6:3. Durchgang eins dauerte 1:15 Stunden, Coric vergab im Tiebreak vier Satzbälle. Der 23-Jährige hat damit auch im vierten Duell mit Djokovic keinen Satz gewonnen. Der Weltranglistenerste trifft nun am Freitag auf den Polen Hubert Hurkacz oder den Italiener Lorenzo Sonego.

Der erste Satz gegen Coric hatte aus Sicht von Djokovic frappante Ähnlichkeit zum ersten Durchgang am Vortag gegen seinen Landsmann Filip Krajinovic. Wieder gab es ins Tiebreak, aber diesmal war der Gegner noch viel näher am Satzgewinn. Der "Djoker" wehrte die vier Möglichkeiten von Coric auf die 1:0-Führung in Sätzen mit Können, aber auch etwas Glück ab. Einer dieser seiner Punktschläge kratzte die Linie gerade noch von außen. Seit Wimbledon 2019 lautet Djokovic' Tiebreak-Bilanz nun 21:2.

Im zweiten Durchgang schien die Vorentscheidung gefallen, als Coric mit einem Doppelfehler sein zweites Servicespiel abgab. Nach diesem 1:3-Rückstand fiel der Außenseiter aber nicht ab, wehrte sich weiter mit Kräften, aber letztlich vergeblich. "Es war knapp und herausfordernd", sagte Djokovic im On-Court-Interview. "Borna ist ein großer Kämpfer. Er spielt einen ähnlichen Stil wie ich. Aus der Rückhand-Ecke ist er sehr solide, versucht mit der Vorhand zu punkten."

Es sei für ihn sehr schwierig gewesen, Coric' gutes erstes Service zu retournieren, so Djokovic. "Das Tiebreak war sehr eng, wie gegen Krajinovic. Es hat das Match entschieden." Djokovic hat damit die Nummer-1-Position zum Jahresende praktisch sicher, zum sechsten Mal. Damit schließt er zu Rekordhalter Pete Sampras (USA) auf. Rafael Nadal könnte ihn nur noch theoretisch abfangen, falls er eine Wildcard in Sofia (ab 8.11., Anm.) annimmt und zudem überall voll punktet. Das ist aber wohl so gut wie auszuschließen.

(APA/Red)

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