Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Tennis: Rodionov sorgte für den Überraschungscoup

Rodionov sorgte für den Überraschungscoup.
Rodionov sorgte für den Überraschungscoup. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Am Nationalfeiertag sorgte Jurij Rodionov für einen Überraschungscoup. Thiem und Novak hingegen haben verloren. Generell war heuer beim Erste Bank Open vieles anders.

Wahl-Wiener Jurij Rodionov hat am Montag in seiner neuen Heimatstadt einen Tennis-Coup gelandet. Österreichs seit kurzem in Favoriten wohnende Nummer drei besiegte in Runde eins des Erste Bank Open den Weltranglisten-Zwölften Denis Shapovalov in 88 Minuten sensationell 6:4,7:5 - und das noch dazu am Nationalfeiertag. Die 1.000 Zuschauer in der "Night-Session" hatten also ausreichend Grund zum Jubel, im Achtelfinale geht es nun gegen Aljaz Bedene (SLO) oder Daniel Evans (GBR).

Rodionov: "Ein unglaubliches Gefühl"

"Am Anfang war ich natürlich ein bisschen unter Druck, er hat wie die Eisenbahn angefangen", blickte Rodionov nach seinem großen Erfolg noch auf dem Court gleich darauf zurück. "Dann habe ich gemerkt, dass der Unterschied vom Niveau nicht so groß ist. Ich habe gedacht, ich versuche ihn zu nerven, ihm das Leben schwer zu machen. Ich habe gewusst, wenn ich einmal einen Top-20-Spieler schlagen will in Wien, dann ist heute ein guter Tag. Jetzt ist das ein unglaubliches Gefühl."

Rodionov bedankte sich bei Turnierdirektor Herwig Straka für die erhaltene Hauptfeld-Wildcard und bei seinem gesamten Team wie Tour-Coach Javier Frana oder Wolfgang Thiem, in dessen Team er u.a. mit Dominic Thiem und Dennis Novak trainiert. Mit Fixierung der Auslosung war die Vorfreude auf sein Match dann noch größer. "Als ich den Draw gesehen habe, war ich überglücklich, dass ich gegen so einen guten Super-Spieler spielen kann."

Der von ihm beschriebene Druck zum Matchbeginn wirkte sich gegen seinen kanadischen Gegner mit einem schnellen Break gegen sich aus, 2:4 lautete später der Rückstand. Mit einem Rebreak bzw. vier Games in Folge drehte der Lokalmatador aber den Satz und nahm dabei auch das Publikum mit. Sein Spiel aus seiner Sicht zum 4:6 gab der 21-jährige Shapovalov mit einem Doppelfehler ab, danach musste sein Schläger daran glauben.

Rodionov hat jede Minute genossen

Der Nordamerikaner fabrizierte gleich zehn Doppelfehler, zwei davon erneut im letzten Game des Durchgangs. Einen Punkt später jubelte Rodionov über seinen Triumph. "Ich habe gemerkt, dass Denis unruhig ist und habe das gnadenlos ausgenutzt", strich der Sensationsmann hervor. "Ich möchte nicht überheblich sein, aber ich glaube nicht, dass mein Tennis heute großartig war. Aber ich habe jede Minute genossen, ich kann es noch nicht in Worten beschreiben."

Thiem/Novak im Wien-Doppel gegen Murray/Skupsky knapp out

Die guten Freunde Dominic Thiem und Dennis Novak haben am Montagabend im Erstrunden-Doppel des Erste Bank Open gegen Jamie Murray/Neal Skupsky nach guter Leistung 5:7,7:6(1),5:10 verloren. Gegen die gut eingespielten Briten hielten sie in Satz eins bis 5:5 mit, im zweiten gelang ihnen in einer Phase mit zehn Punkten in Folge ein Rebreak und letztlich ein souveränes Tiebreak. Im Match-Tiebreak reichte es dann aber nicht ganz. Für Novak ist das ATP-Tennisturnier damit vorbei.

Außer der Lokalmatador-Auftritte von Novak und Jurij Rodionov wurden am Nationalfeiertag drei Erstrunden-Einzel gespielt. Pablo Carreno Busta qualifizierte sich für ein Achtelfinal-Duell mit Novak-Bezwinger Kevin Anderson, der Spanier profitierte bei einer 6:2,2:0-Führung von der Aufgabe des Franzosen Gael Monfils (7) wegen Nackenproblemen. Andrej Rublew (RUS-5) mit 6:3,6:2 gegen Norbert Gombos (SVK-Q) und Borna Coric (CRO) mit 6:4,6:4 gegen Taylor Fritz (USA) hatten keine Probleme.

Wiener Erste Bank Open funktioniert in Corona-Zeiten anders

Das Erste Bank Open funktioniert diesmal anders als bisher. Nicht nur, dass erstmals letztlich fünf Top-Ten-Spieler und so viele von der absoluten Tennis-Elite wie bisher noch nie aufschlagen, das Coronavirus macht die Austragung des Wiener ATP-Turniers speziell und hoffentlich in ihrer Art einmalig. In jeder der zwei Tages-Sessions dürfen 1.000 Zuschauer je zwei Matches auf dem Center Court verfolgen, alle haben ständig Mund-Nasen-Schutz zu tragen und Anderes zu beachten.

Am Nationalfeiertag mussten beim Wechsel der beiden Zuschauergruppen die Besucher der "Night-Session" Geduld beweisen. Da die Niederlage von Lokalmatador Dennis Novak gegen den Südafrikaner Kevin Anderson im Auftaktmatch erst kurz vor 17.00 Uhr besiegelt war, hatte die zweite Partie beim frühesten Beginn der zweiten Einheit um 17.30 Uhr gerade begonnen. Volunteers kamen so vor der Halle zum Einsatz, verkürzten den Wartenden vor der Halle die Zeit, hielten sie auf dem Laufenden.

Geplant war, dass die Menge kurz vor dem erwarteten Matchende von Gael Monfils gegen Pablo Carreno Busta in einen Bereich der Halle gelassen wird, die frühere Besucher-Gruppe nach Matchende über einen anderen Weg abgeleitet wird. Dem kam Monfils mit seiner Aufgabe bei 0:2 im zweiten Satz zuvor. Es dauerte dann doch eine ganze Weile, ehe die Rochade vollzogen war, die Spät-Besucher ihre Plätze eingenommen hatten und Andrej Rublew sowie Norbert Gombos auflaufen konnten.

Speisen durften auf zugewiesenen Plätzen konsumiert werden

Von Zuschauern besetzt sind die ersten Ränge Nord und Süd, immer ein Sitz dazwischen frei. Auf der Breitseite waren rund zwei Drittel der Logen besetzt. Die Tennis-Fans dürfen sich im Foyer mit Speis und Trank eindecken, dies aber nur auf ihrem zugewiesenen Platz konsumieren. Dort sahen sie vier mit Mund-Nasen-Schutz ausgestattete Ballkinder, aber keine Linienrichter. Die elektronische Variante davon machte ihre Sache aber gut - mal kamen die Out-Rufe von einer Männer-, mal von einer Frauen-Stimme.

Während die Spieler mit Mund-Nasen-Schutz auf den Court kommen - Dennis Novak übrigens mit Rapid-Maske - und die Akteure sich in den Wechselpausen ihre Handtücher selbst greifen müssen, wird in den Außenbereichen zu Spendern mit Desinfektionsmittel gegriffen. Beim Eingang werden diesmal nicht nur die Taschen kontrolliert - Verpflegung darf nicht mitgenommen werden -, sondern auch Fieber gemessen. Und selbstverständlich gibt es die obligatorischen Info-Plakate über den Corona-Schutz.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Tennis
  • Tennis: Rodionov sorgte für den Überraschungscoup
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen