Südafrika-Mutation: "Zwölf aktive Verdachtsfälle" in Wien

Die Lage auf den Intensivstationen hat sich eingependelt.
Die Lage auf den Intensivstationen hat sich eingependelt. ©APA
Die Lage auf Wiener Intensiv-Stationen hat sich eingependelt. Im Schnitt versorgt Gesundheitsverbund 150 Menschen intensivmedizinisch. Es gibt aber auch "zwölf aktive Verdachtsfälle" hinsichtlich der Südafrika-Mutation.

Die Situation in Wiens Spitälern zeigt momentan einen deutlichen Rückgang an Covid-Patientinnen und -Patienten: Sowohl insgesamt bei den Hospitalisierungen als auch im Intensivbereich gibt es laut Daten des Innen- und Gesundheitsministeriums vom Donnerstag ein Minus bei den Belagszahlen, im Tages- wie auch im Wochenvergleich. Laut Gesundheitsverbund hat sich die Zahl der Covid-Intensivpatienten und -patientinnen in seinen Häusern auf einem gewissen Niveau "eingependelt".

Belegung bleibt konstant

"Bei uns ist nach wie vor eine stabile Situation, sowohl im Intensiv- wie auch Normalbettenbereich. Es gibt immer noch denselben Status wie vor ein paar Tagen: Wir haben ein Sinken der Sieben-Tages-Inzidenz bei den Fallzahlen, aber auf unseren Intensivstationen haben wir eigentlich konstant eine Belegung von rund 150 Covid-Patientinnen und -Patienten", beschrieb ein Sprecher des Gesundheitsverbundes die aktuelle Lage im APA-Gespräch.

181 Intensiv-Patienten in Wiener Spitälern

Derzeit versorgt der Gesundheitsverbund in seinen Häusern 155 Covid-Intensivpatientinnen und -Patienten. Wienweit werden in den Spitälern - auch die Ordensspitäler sind an der Betreuung von mit dem Coronavirus infizierten Menschen beteiligt - aktuell 181 Covid-Intensivpatientinnen und -patienten versorgt. Das sind um zwölf weniger als am gestrigen Mittwoch und um 13 weniger als noch vor einer Woche (minus 6,7 Prozent).

Insgesamt befanden sich am Donnerstag 538 Personen aufgrund einer Coronavirus-Infektion in Spitalsbehandlung. Das sind um 39 weniger als gestern, Mittwoch, und um 105 weniger als noch vor einer Woche (minus 16,3 Prozent).

Knapp 500 Positive in den letzten 24 Stunden

Was generell das Infektionsgeschehen in der Stadt anbelangt, so wurden für den gestrigen Mittwoch 493 positive Test-Befunde eingemeldet, hieß es in einer Aussendung des medizinischen Krisenstabes am Donnerstag. Abzüglich von Datenbereinigungen aus den vergangenen Tagen gibt es 460 neue Fälle.

Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie in der Bundeshauptstadt 133.334 positive bestätigte Testungen und 2.189 Todesfälle aufgrund von bzw. an den Folgen von Covid-19 dokumentiert. Aktiv an der Infektion laborieren 4.372 Personen, wieder gesund sind 126.773.

"Zwölf aktive Verdachtsfälle" der südafrikanischen Mutation

Am Mittwoch wurden in Wien insgesamt 112.677 Corona-Testbefunde eingemeldet, davon 55.584 PCR-Tests und 57.093 Antigen-Schnelltests. Seit Wochenbeginn ist die Zahl der eingemeldeten Testbefunde auffällig in die Höhe gegangen. Dies liege einerseits daran, dass der Zustrom zur Gratis-Testinitiative "Alles gurgelt" sehr hoch sei, andererseits auch daran, dass offenbar die Testbereitschaft der Menschen höher sei, wie ein Krisenstab-Sprecher auf APA-Nachfrage sagte.

Der Anteil der britischen Variante (B.1.1.7) am Wiener Infektionsgeschehen liegt derzeit bei 97 Prozent, berichtete der Sprecher weiters. Zudem gebe es derzeit "zwölf aktive Verdachtsfälle" der südafrikanischen Mutation (B.1.351)

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