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Studie: So haben die Österreicher den Corona-Sommer 2020 verbracht

Der Urlaub im Sommer 2020 verlief vielfach anders als gewohnt
Der Urlaub im Sommer 2020 verlief vielfach anders als gewohnt ©Pixabay (Sujet)
Der heurige Sommer war stark von der allgegenwärtigen Corona-Krise geprägt - zahlreiche Unsicherheiten wirkten sich auf das Reiseverhalten der Österreicherinnen und Österreicher aus, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Corona verändert Österreichs Reisepläne
Mehrheit nimmt Reisewarnungen ernst

Die Herbstferien sind im Anmarsch und normalerweise laufen die Urlaubspläne bei vielen auf Hochtouren. Doch wie gehen die Österreicher in diesem besonderen Jahr mit dem Thema Urlaub um? Das hat sich das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent  anhand des Sommers 2020 angesehen. Und dieser gestaltete sich für die urlaubsreifen
Österreicher durchaus turbulent.

Urlaub in Zeiten von Covid-19: Unsicherheit reiste mit

Unsicherheit herrschte speziell in Hinblick auf die Durchführung von Auslandsreisen. Inwieweit die Corona-Pandemie die Urlaubsstimmung der heimischen Bevölkerung trüben und ihre Sommerpläne beeinflussen konnte, untersuchte nun Marketagent in einer
aktuellen Umfrage. Das Fazit: Der Einfluss von Covid-19 auf die
Urlaubsplanung wurde von den Österreichern durchaus als stark
empfunden und so manche Auslandsreise fiel den Sorgen und
Einschränkungen rund um das Coronavirus zum Opfer. Trotzdem blickt
die heimische Bevölkerung insgesamt positiv auf den Verlauf des
Sommers zurück und zeigt sich mit der Wahl ihrer Urlaubsdestination
sowohl im In- als auch Ausland zufrieden. Die diesjährige Urlaubssaison in den Sommermonaten blieb von den Folgen von Covid-19 nicht verschont. Statt Entspannung und Genuss sorgte so manche geplante Reise wohl für Unsicherheit und Sorgenfalten. Knapp zwei Drittel der Österreicher haben insgesamt den Eindruck, durch die Pandemie in ihrer Urlaubsplanung eingeschränkt worden zu sein. Vor allem unter den männlichen Befragten machte sich dieses Gefühl verstärkt breit. Wie die heimische Bevölkerung auf die geänderten Rahmenbedingungen reagierte und ihren Sommer 2020
verbrachte, zeigen die folgenden Umfrage-Ergebnisse im Detail.

Hier urlaubte Österreich im Corona-Sommer

Für die Hälfte der Österreicher durfte auch in diesem Jahr ein
Sommerurlaub nicht fehlen. Etwa ein Drittel der Befragten verweilte
dabei ausschließlich in Österreich, knapp jeder Fünfte verreiste auch
über die Landesgrenzen hinaus. Besonders reisefreudig waren außerdem
die Jugendlichen und jungen Erwachsenen (62%) sowie die 30- bis
39-Jährigen (58%). Von den 60- bis 75-jährigen Befragten blieben
hingegen knapp zwei Drittel zuhause.

 Egal, ob in Österreich geurlaubt oder ein Trip ins Ausland
unternommen wurde, die heimische Bevölkerung hält die Wahl ihres
Reiseziels unter Berücksichtigung der aktuellen Umstände
weitestgehend für die richtige Entscheidung, beschreibt Thomas
Schwabl, der Geschäftsführer von Marketagent, die Umfrage-Ergebnisse.
Unter den Heimaturlaubern zeigten sich knapp 8 von 10 in Hinblick auf
die Corona-Situation froh darüber, die österreichische Natur und
Kultur genossen anstatt ferne Länder bereist zu haben, darunter
besonders die Männer. Nur jeder Fünfte bereut es, nicht ins Ausland
verreist zu sein, unter den Frauen blicken knapp 3 von 10 etwas
wehmütig auf die verpasste Gelegenheit zurück.

Freude an Auslandsurlauben trotz Corona-Krise

Covid-19 konnte jedoch auch die Urlaubsfreude im Ausland nicht
trüben. Mehr als 9 von 10 Befragten, die ihren Urlaub außerhalb von
Österreich verbrachten, sind froh, tatsächlich in die Ferne verreist
zu sein und sich gegen eine Absage entschieden zu haben – Coronavirus
hin oder her. Das Hauptreiseziel im Ausland war dabei Italien,
gefolgt von Deutschland, Kroatien und Griechenland. Insgesamt
verweilte der Großteil der Urlauber innerhalb der EU, nur etwas mehr
als jeder Zehnte verreiste auch über deren Grenzen hinaus.

   Allerdings verlief nicht jeder Sommer in diesem Jahr wie erwartet.
Die Corona-Pandemie machte mehr als 4 von 10 Befragten einen Strich
durch die Rechnung, indem zumindest ein bereits geplanter
Auslandsurlaub nicht stattfinden konnte. Knapp jeder Zweite hatte
Glück im Unglück und 2020 ohnehin keine Reise über Österreichs
Grenzen hinaus gebucht. Etwas weniger als ein Zehntel ließ sich von
Covid-19 in Hinblick auf seine Urlaubsplanung indes nicht
beeindrucken und führte alle Auslandsurlaube nach Plan durch.

Gründe für abgesagte Auslandsreisen

Für die Absage so mancher Auslandsreise waren diverse Faktoren
verantwortlich. Vor allem bei einer erhöhten Reisewarnstufe bzw.
einer Häufung von Corona-Fällen an der geplanten Urlaubsdestination
schreckten die Österreicher davor zurück, ihren Urlaub anzutreten.
Auch die Sorge vor einer möglichen Quarantäne sowohl bei der Rückkehr
ins Heimatland als auch bei der Einreise ins Urlaubsland verleiteten
dazu, die Reise zu canceln, erläutert Lisa Patek, Marketingleiterin
von Marketagent.

Für knapp ein Drittel waren zudem potenzielle
Grenzschließungen besorgniserregend. Generell löste der Gedanke, in
Corona-Zeiten ins Ausland zu reisen, bei knapp 3 von 10 Befragten
Unwohlsein aus, weshalb schlussendlich die Entscheidung gegen den
Antritt der Reise getroffen wurde. Das Risiko einer Ansteckung im
Ausland erschien knapp jedem Vierten zu hoch. Zuletzt spielten auch
organisatorische Faktoren eine Rolle: Jeweils ein Viertel der
Befragten konnte den Urlaub nicht antreten, da dieser vom
Reiseveranstalter abgesagt wurde oder der Flug zur Destination
ausgefallen war.

Grundeinstellung in Zeiten von Corona: Es kommt, wie es kommt

Trotz der Einschränkungen nimmt der Großteil der Österreicher die
Situation an, wie sie gekommen ist, und zieht ein positives Fazit.
Rückblickend sind knapp 7 von 10 zufrieden damit, wie sie den Sommer
2020 verbracht haben. Dieser Eindruck verstärkt sich noch mit dem
Alter, resümiert Thomas Schwabl. Am stärksten hadern die 14- bis
29-Jährigen mit den Folgen des Coronavirus auf die Urlaubsplanung.
Mehr als 4 von 10 Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen sind mit dem
Verlauf des vergangenen Sommers unzufrieden.  

   Was können wir nun vom nächsten Jahr erwarten? In Hinblick auf die
Situation im Sommer 2021 sind die Österreicher gespalten. Mehr als
die Hälfte glaubt eher nicht daran, dass das Reisen wieder nach Lust
und Laune möglich sein wird. Etwas weniger als jeder Zweite sieht
jedoch optimistisch in die Zukunft und erwartet, dass die
Einschränkungen im kommenden Jahr bereits Geschichte sein werden.
Innerhalb der männlichen Bevölkerung herrscht dabei deutlich mehr
Zuversicht als unter den Frauen: Knapp die Hälfte der Österreicher
vertraut darauf, dass Covid-19 der Urlaubsplanung im Sommer 2021
nichts mehr anhaben kann. Man darf gespannt bleiben, wer Recht
behält.

(APA/Red)

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