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Strafanzeigen wegen Fäkalien im Bodensee

Vorerst gilt ein Badeverbot an den betroffenen Stellen bis Freitag.
Vorerst gilt ein Badeverbot an den betroffenen Stellen bis Freitag. ©APA/dpa
Der Stadt Friedrichshafen droht nach der Verschmutzung des Bodenseewassers mit Fäkalien ein juristisches Nachspiel. Es gingen bereits sieben Anzeigen bei der Polizei ein.
Abwasserskandal: 3 Fälle von Norovirus
Strände am Bodensee gesperrt

Die "Schwäbische" berichtet von sieben Badegästen die Strafanzeige gestellt haben. Der Stadt Friedrichshafen wurden bereits schriftlich Regressforderungen angekündigt, berichtet swr.de.

Stadt sieht kein Verschulden

Obwohl die Stadt kein Verschulden der Kommune sehe, habe man bereits die Haftpflichtversicherung eingeschaltet. Ursache für die Fäkalien-Verschmutzung war ein verstopftes Regenrückhaltebecken, für das die Stadt Friedrichshafen zuständig ist. Man habe aber umgehend nach Bekanntwerden der Verschmutzung reagiert und die Badestrände gesperrt.

Allerdings war eine Erneuerung des Regenrückhaltebeckens bereits vor vier Jahren Thema in der Stadt und vom Gemeinderat beschlossen worden. Aus Kostengründen wurde das Vorhaben aber zurückgestellt. Zwei andere Rückhaltebecken wurden erneuert. Das betroffene Becken sei für kommendes Frühjahr für einen Umbau vorgesehen gewesen, so die Stadt Friedrichshafen.

Hinweise bereis vor Wochen

Dam Landratsamt Bodenseekreis war bereit vor Wochen von Spaziergängern eine Verschmutzung im jetzt betroffenen Bereich des Bodensees gemeldet worden. Man habe damals aber keinen Anlass gesehen, sich das genauer anzusehen, so Robert Schwarz, Sprecher des Landratsamts, laut swr.de.

Mehr als 200 Erkrankte nach Fäkalienfluss in Bodensee

Beim Landratsamt Bodenseekreis melden sich immer mehr Menschen, die vergangene Woche beim Baden im Bodensee mit verunreinigtem Wasser in Kontakt kamen und erkrankten. Inzwischen wisse man von 216 Personen, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Viele hatten über Durchfall und Erbrechen geklagt. Fünf seien mit dem Norovirus infiziert - das Virus ist sehr leicht übertragbar und gehört zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. Außerdem wurde eine Vergiftung mit Salmonellen gemeldet.

Das mit Abwasser und Fäkalien verschmutzte Wasser war vergangene Woche bei Friedrichshafen in den Bodensee gelangt. Der betroffene, etwa einen Kilometer lange Uferabschnitt ist zunächst bis diesen Freitag für Badende tabu. Ursache der Verschmutzung war ein verstopftes Rohr. Es war bereits am vergangenen Mittwoch repariert worden. Den Angaben nach hatten sich die Menschen in nahezu allen Fällen infiziert, bevor die Verstopfung beseitigt wurde und die Keimbelastung abgeklang.

Die Vorgeschichte

Wegen verunreinigten Wassers waren am vergangenen Freitag mehrere Badestellen bei Friedrichshafen am Bodensee gesperrt worden. Das Baden war zwischen dem Freizeitgelände Manzell und dem Hafen von Fischbach nicht mehr erlaubt. Auch das Freibad Fischbach war betroffen.

Angesichts der zahlreichen Erkrankungen hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg Ermittlungen aufgenommen - wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung und fahrlässiger Körperverletzung, wie Behördenleiter Alexander Boger zu Protokoll gab: "Für Vorsatz spricht derzeit jedoch nichts."

(Red./dpa)

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