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Abwasserskandal im Bodensee: Fast 200 Personen erkrankt

©Symbolfoto
Zahl der Noroviren-Fälle stieg auf drei. Nun gibt es auch einen Salmonellen-Fall. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg nahm Ermittlungen auf.
Fäkalien im Wasser: Strände am Bodensee gesperrt

Wegen verunreinigten Wassers wurden vor einigen Tagen bei Friedrichshafen mehrere Badestellen gesperrt. Fäkalien waren in den Bodensee gelangt. Beim Gesundheitsamt hatten sich zuvor mehrere Anrufer gemeldet, die nach dem Baden vor dem Freizeitgelände über Durchfall und Erbrechen klagten. Zu Beginn waren 133 Krankheitsfälle bestätigt sowie 1 Noroviren-Fall. Inzwischen sind laut "Südkurier" beide Zahlen merklich angestiegen, zudem ist ein neuer Krankheitsfall dazu gekommen.

Ein Fall von Salmonellen-Vergiftung

In Zusammenhang mit dem Abwasserskandal im deutschen Bodensee wurde nun auch ein Fall von Salmonellenvergiftung gemeldet. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Norovirus ist unterdessen von 1 auf 3 gestiegen. Die Zahl der in Summe erkrankten Personen beträgt inzwischen 194. Fast 200 Personen sind also an der Verunreinigung des Bodenseegewässers erkrankt.

Das Vorarlberger Ufer war bislang nicht von der Verunreinigung betroffen.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung

Angesichts der zahlreichen Erkrankungen hat die Staatsanwaltschaft Ravensburg Ermittlungen aufgenommen - wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung und fahrlässiger Körperverletzung, wie Behördenleiter Alexander Boger zu Protokoll gab. Unter anderem wird geklärt, ob die Verschmutzung vorhersehbar war bzw. vermieden werden hätte können. „Für Vorsatz spricht derzeit jedoch nichts“, sagte Boger. Der Grund für die Verunreinigung des Bodenseewassers könnte ein verstopfter Mischwasserkanal sein. Durch ein verstopftes Rohr schwappte dem aktuellen Ermittlungsstand zufolge ein Re­gen­rückhaltebecken über. Abwässer flossen konzentriert in einen Bach und von dort in den Bodensee. Die Verstopfung ist seit dem letzten Mittwochabend wieder behoben. Das Rückhaltebecken gehört nach Worten einer Stadtsprecherin der Stadt Friedrichs­hafen.

Eine betroffene Familie reichte laut "Südkurier"-Angaben eine Klage gegen die Stadt Friedrichshafen ein.

E.coli-Bakterien-Grenzwert ums 10-fache überschritten

Das ursprünglich bis letzten Freitag geltende Badeverbot an dem Uferabschnitt wurde bis diesen Freitag verlängert. An diesem Tag werden neue Wasserproben entnommen, um zu prüfen, ob sich immer noch schädliche Erreger im Wasser befinden. „Wir beproben das Wasser engmaschig“, informierte ein Sprecher des Landratsamtes Bodenseekreis.
Die jüngste ausgewertete Wasserprobe vom letztwöchigen Donnerstag hatte eine Verunreinigung mit E.coli-Bakterien ergeben, die den Grenzwert um das Zehnfache über­schritt. 

Beschwerden über Verunreinigungen in diesem Teil des Bodensees gab es schon seit 2015.

Die Vorgeschichte

Wegen verunreinigten Wassers waren vor einigen Tagen mehrere Badestellen bei Friedrichshafen am Bodensee derzeit gesperrt. Das Baden war zwischen dem Freizeitgelände Manzell und dem Hafen von Fischbach nicht mehr erlaubt. Auch das Freibad Fischbach war betroffen.

(Red.)

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