Steiermark will Johnson & Johnson nicht mehr für Erststiche verwenden

Die Steiermark will den Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson nicht mehr für Erststiche verwenden.
Die Steiermark will den Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson nicht mehr für Erststiche verwenden. ©APA/EXPA/JOHANN GRODER
Der Impfkoordinator der Steiermark, Michael Koren kündigte am Donnerstag an, dass man den Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson nicht mehr für Erststiche verweden werde.

Die Impfzahlen sind in der Steiermark zwar rückläufig, aber die Impfkoordinatoren appellieren weiterhin an die Bevölkerung, sich immunisieren zu lassen. Der steirische Impfkoordinator Michael Koren kündigte auch analog zu der Entscheidung des Bundes vom Donnerstag an, dass man Johnson&Johnson wahrscheinlich ab nächster Woche nicht mehr als Erstimpfstoff verwenden werde. "Manche glauben immer noch, es ist der Ferrari unter den Impfstoffen und es hilft ewig, aber das ist leider nicht so", sagte Koren. Der zweite Stich sei bei J&J ja schon nach 28 Tagen fällig. Angeboten werde dann Pfizer/Biontech und Moderna.

Covid-Impfungen: Keine Erstimpfungen mit J&J

Vize-Landesamtsdirektor Wolfgang Wlattnig nannte bei den Corona-Impfungen die "ältere Generation ein Vorbild". Anfang November bietet man in der Steiermark PCR-Gurgeltests statt Schnelltests an. Die Infrastruktur für Abgabe, Auswertung und Information stehe bis dahin, sagte Impfstraßen-Leiter Harald Eitner am Freitag.

Steiermark bei Corona-Impfungen auch Platz zwei der Länder

Laut Koren haben man bisher 1,589.274 Dosen verabreicht. "Wir nähern uns der Zahl von 815.000 Erstimpfungen, was eine Rate von über 65 Prozent der impffähigen Bevölkerung ergibt. Zweitgeimpft sind 778.320 Personen, weit über 62 Prozent. Besonders stolz sind wir auf die Rate bei den Drittimmunisierungen. Durch die Kooperation mit Pflegeheimen und Dialysestationen liegen wir bei 33.237 dritten Dosen, das ist Platz zwei im Bundesländervergleich."

"Appell an die Impfzauderer"

Der stellvertretende Leiter der Landesamtsdirektion, Wolfgang Wlattnig, richtete einen "Appell an die Impfzauderer, sich an der vorbildlichen Haltung der älteren Generation ein Beispiel zu nehmen." Man habe bereits über 20.485 Drittstiche bei der Altersgruppe über 80 Jahren. "Die Drittimpfung hat die Kraft, die vierte Welle von Corona bei älteren Menschen brechen zu helfen, da deren Immunschutz ja schneller abnimmt", sagte Wlattnig.

Überwiegend Drittstiche verabreicht

Er bedauerte die rückläufigen Wochenimpfzahlen "trotz unzähliger niederschwelliger Maßnahmen. Überwiegend verabreichen wir Drittstiche, obwohl überall, wo man sich in der Steiermark bewegt, geimpft wird." Laut Wlattnig sei auch am Nationalfeiertag, am 26. Oktober ein freier Impftag, bisher habe man ja großen Erfolg bei freien Impfungen, über 60.000 Stiche seien da zusammengekommen.

Impfstraßen-Leiter Harald Eitner zufolge habe man in der vergangenen Woche 6.851 Immunisierungen in Impfstraßen und Impfbussen verabreicht. In den Bussen habe man 472 Stiche gezählt. "In dieser Woche wurden bisher 173 Stiche in Impfbussen und 4.053 in Impfstraßen gesetzt, aber da ist der heutige Freitag noch nicht eingerechnet."

Auslaufen der Wohnzimmertests

Zum Auslaufen der bisherigen Wohnzimmertests sagte Eitner, die Steiermark biete ab Anfang November die PCR-Gurgeltests an. Die Ausschreibung dazu habe die Bietergemeinschaft aus Tauernklinikum mit dem Hygienikum in Graz für sich entschieden. Erhältlich seien kostenlos acht Stück Corona-Tests pro Person und Monat bei rund 220 Apotheken. Voraussetzung ist eine Registrierung auf der Webplattform des Zentrums für molekulare Diagnostik, die unter http://www.zmdx.at abrufbar ist. Ein Video vom Gurgeltest muss gemacht werden, das ohne Hochladen aber "keine rechtliche Außenwirkung" habe, sagte Eitner. Eine Anleitung zum Gurgeln und Hochladen finde sich auf der Plattform. Die Rückgabe der Tests zur Auswertung kann zu den Öffnungszeiten bei den Apotheken und bei den Spar-Märkten in der Steiermark erfolgen, wo eigene Außenboxen angebracht würden. Dies werden früh am Vormittag und spät am Nachmittag geleert. Dies solle das Ergebnis innerhalb von 24 Stunden zum Kunden bringen helfen. Die E-Card sei zur Anmeldung auf der Plattform nicht erforderlich.

(APA/Red)

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