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Stadt Wien gibt grünes Licht für "Stöckl im Park" beim Belvedere

Das "Stöckl im Park" am Wiener Belvedere Park hat nicht nur Fans.
Das "Stöckl im Park" am Wiener Belvedere Park hat nicht nur Fans. ©bilderbox.com
Das umstrittene Wiener Gastro-Projekt "Stöckl im Park" erhielt grünes Licht vom Magistrat. Theoretisch ist ein Betrieb ab sofort möglich, anvisiert ist eine Eröffnung im Herbst 2018.
Anrainer protestieren

Pläne für ein Gastronomieprojekt im derzeit brachliegenden Belvedere-Stöckl nahe dem bekannten Schloss in Wien sorgen seit längerer Zeit für Debatten. Anrainer wollten das geplante Restaurant samt großem Gastgarten verhindern. Die Stadt gab nun allerdings grünes Licht für das Vorhaben. Das Betriebsanlagenverfahren wurde positiv beschieden, wie die Magistratsdirektion der APA mitteilte.

Pachtvertrag auf 70 Jahre

Das Belvedere-Stöckl befindet sich an der Prinz-Eugen-Straße im Bezirk Landstraße, steht seit vielen Jahren leer und liegt am hinteren Ende des Schwarzenberggartens, der durch eine historische Mauer vom eigentlichen Belvedere-Areal getrennt ist. Die Betreiber des Salm-Bräus, das nicht weit entfernt am Rennweg auf Höhe Unteres Belvedere liegt, wollen das barocke Gebäude wiederbeleben. Dafür hat das Unternehmen bereits einen auf 70 Jahre laufenden Pachtvertrag mit der Privatstiftung Schwarzenberg abgeschlossen.

Brauerei im alten Belvedere-Stöckl

Geplant sind die Renovierung der alten Bausubstanz, wo eine hauseigene Brauerei Platz finden soll, sowie ein Zubau, in dem das eigentliche Restaurant mit bis zu 270 Plätzen untergebracht wird. Herzstück des Lokals namens “Stöckl im Park” wird allerdings ein 3.000 Quadratmeter großer Gastgarten mit etwa 600 Sitzplätzen. Die Baubewilligung wurde bereits Ende Mai 2017 erteilt, danach stießen die Pläne auf verstärkten Widerstand bei einigen Bürgern.

Stadt Wien entscheidet für Gastronomie

Nun ist mit der Betriebsanlagengenehmigung die letzte Hürde genommen. “Alle eingeholten überparteilichen Gutachten sind positiv und alle Einwände der Bevölkerung sind in den Akt eingeflossen. Daher haben wir positiv beschieden”, erklärte Eva Schantl-Wurz, Leiterin des Magistratischen Bezirksamts, das den positiven Bescheid mit gestrigem Montag auf den Postweg gebracht hat. Allerdings gibt es 66 Auflagen für den Betreiber: Sie betreffen etwa Lärm- und Geruchsbelästigung. Gegner hatten nicht zuletzt damit ihre Ablehnung begründet.

Schantl-Wurz betonte, dass der Verfahrensakt mit 1.300 Seiten ungewöhnlich dick sei: “Das ist ungewöhnlich, zeigt aber, dass die Qualität der Prüfung wirklich sehr in die Tiefe geht und alles berücksichtigt wurde.” Nicht ganz die Hälfte des Umfangs ist auf sogenannte Einwendungen der Gegner zurückzuführen.

Eröffnung im Herbst 2019

Diese haben nun die Möglichkeit, den positiven Bescheid innerhalb der kommenden vier Wochen beim Verwaltungsgericht zu beeinspruchen. Ungeachtet dessen kann der Gastro-Betrieb theoretisch ab sofort beginnen – wenn auch auf eigenes Risiko, sollte die höhere Instanz anders entscheiden als die Wiener Behörde. So schnell wird es aber ohnehin nicht gehen. Die Betreiber hatten zuletzt eine Eröffnung für den Herbst 2019 anvisiert.

(APA/red)

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