Sportunion will Sport für Kinder wieder ermöglichen

Die SPORTUNION will Sport für Kinder wieder hochfahren.
Die SPORTUNION will Sport für Kinder wieder hochfahren. ©pixabay.com
Die SPORTUNION will Sport im Allgemeinen wieder sicherstellen, egal ob Skifahren, Leichtathletik oder Eltern-Kind-Turnen. Sie fordert daher klare und praxisnahe Vorgaben des Sport- und Gesundheitsministeriums.

Die Sportunion hat am Mittwoch - vor der Lockdown-Information der Bundesregierung - für ein geordnetes, rasch und gut vorbereitetes Hochfahren des Sportbetriebes in Österreich plädiert. Es seien innovative Konzepte gefordert, hieß es per Aussendung. Der Dachverband will Sport im Allgemeinen sicherstellen. Unter Einbindung des organisierten Sports und Leuten aus der Praxis sollten mit Experten erarbeitete und erprobte Präventions- und Contact-Tracing-Konzepte umgesetzt werden.

Sportunion: "Kinder brauchen Sport genauso wie Schule"

Der Präsenzbetrieb an den Pflichtschulen wird nun am 7. Dezember wieder aufgenommen. Es herrsche laut Sportunion aber akuter Raummangel an vielen Schulen. Daher werden beispielsweise Turnsäle oft für den Regelunterricht genutzt, um Mindestabstände sicherzustellen. "Kinder brauchen Sport genauso wie Schule", sagte Sportunion-Präsident Peter McDonald. "Sobald Unterricht an Schulen für unter 14-Jährige wieder zugelassen wird, sollte Sport und Bewegung für Kinder ebenso wieder ermöglicht werden."

Ein Impulsprogramm soll in den nächsten Monaten die Stärkung des Sport- und Vereinswesens vorantreiben. Die österreichische Bundesregierung hat am Mittwoch im Zuge der Informationen über erste Lockerungen des harten Lockdowns bekannt gegeben, dass abseits des Spitzensports Indoor- und Kontaktsport weiter untersagt bleiben. Outdoor-Sport wie Skifahren und Eislaufen wird ab 24. Dezember wieder erlaubt sein.

Sport Austria fordert Fortführung von Finanz-Hilfsmaßnahmen nach 2020

Sport-Austria-Präsident Hans Niessl hat am Mittwoch angesichts der Regierungspressekonferenz zum Thema Lockdown per Aussendung eine konkrete Zusicherung für die Fortführung der finanziellen Hilfsmaßnahmen über das Jahr 2020 hinaus gefordert. Zudem wurde gemeinsam mit den Fach- und Dachverbänden ASVÖ, Sportunion und ASKÖ eine Miteinbeziehung des Sports beim Wiederhochfahren des Sportbetriebs thematisiert.

"Auch wenn die in Aussicht gestellte Öffnung von Sportstätten für Einzel-Freiluftsport natürlich zu begrüßen ist, ist der organisierte Sport nach wie vor von den Corona-Maßnahmen stark betroffen", sagte Niessl. "Das ist angesichts der aktuellen Infektionslage zu akzeptieren." Er wolle aber darauf hinweisen, dass der Vereinssport über gute und praxiserprobte Präventionskonzepte verfüge, Gesundheitsmotor sei und daher - sobald es die Infektionszahlen zulassen - wieder schrittweise geöffnet werde.

Gesundheitliche Kollateralschäden vermeiden

Niessl: "Wichtig ist uns auch, dass der organisierte Sport mit seiner praxiserprobten Expertise schon im Vorfeld des Wiederhochfahrens einbezogen und mit ihm ein Stufenplan erarbeitet wird. Denn auch Sportvereine benötigen eine Vorlaufzeit, um ihren Betrieb wieder aufnehmen zu können."

Um gesundheitliche Kollateralschäden zu vermeiden, appellierte der ehemalige burgenländische Landeshauptmann an die Bevölkerung, sich schon jetzt im Rahmen des Erlaubten an der frischen Luft zu bewegen bzw. eines der vielen Online-Sport-Angebote der Verbände und Vereine zu nützen.

(APA/red)

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