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Spitzenkandidat der EU-Wahl Kogler: Grüne "Wiederauferstehung" gelungen

Kogler startet zuversichtlich in den EU-Wahlkampf.
Kogler startet zuversichtlich in den EU-Wahlkampf. ©APA/Hans Punz
Der Spitzenkandidat der Grünen bei der EU-Wahl, Werner Kogler, startet zuversichtlich in die Europawahl. Das Ziel sei auch das Erreichen von zwei Mandaten.
Steckbrief von Werner Kogler

Werner Kogler, Bundessprecher und EU-Spitzenkandidat der Grünen, geht mit Zuversicht in die Europawahl. Ziel sei nicht nur der Wiedereinzug ins EU-Parlament, sondern das Erreichen von zwei Mandaten, sagte er im Interview mit der APA. Man wolle die Wahl zur Klimawahl machen, und “die Umweltthemen kommen immer stärker”, zeigte er sich zuversichtlich.

Andere Themen wie die Migration seien am Zurückgehen, und selbst Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schaffe es nicht, “fünf Jahre lang irgendwelche Routenschließungen auszurufen”, begründete Kogler seine Zuversicht. Die Grünen stellten die ökologische Frage im Wahlkampf voran und seien hier als einzige der antretenden Listen glaubwürdig. Im Gegensatz zur ÖVP und zu den Zerstörungsfantasien der “rechtsrabiaten Rasselbande” rund um die FPÖ habe man auch eine Vision für Europa, nämlich die einer ökologischen und sozialen Friedensrepublik.

Grüne “Wiederauferstehung für Kogler gelungen

Die grüne “Wiederauferstehung” ist für Kogler gelungen: “Momentan sind wir wieder ganz herausgestiegen aus dem Grab, und wir rennen schon wieder.” Blicke man auf die rund eineinhalb Jahre seit dem Ausscheiden aus dem Nationalrat zurück, “ist mehr gelungen, als ich gedacht habe damals, und das mit fast keinen Mitteln”.

Das geringe Budget sei auch Grund für die personelle Fokussierung auf ihn als Person, nachdem Michel Reimon seinen Rückzug bekanntgegeben hatte: “Wir haben alles ganz bewusst auf eine Karte gesetzt, und da war ich nun einmal der Bekannteste.” Die Verjüngung in der Partei sei aber da, etwa mit Stefan Kaineder und Nina Tomaselli, und es werde auch weitere neue Gesichter geben. Er selbst habe sich sofort “auf die Pirsch gemacht” und habe die Köchin und Ernährungsaktivistin Sarah Wiener als Listenzweite gewinnen können.

“Es ist Sarah Wiener gelungen, es wird auch noch weiteres gelingen”, sagte Kogler in Hinblick auf die Zeit nach der Europawahl und das große Ziel, die Rückkehr ins Parlament in Wien: “Aus diesem Fundus werden wir schauen, wer aller im Spitzenteam für die Nationalratswahl ist. Aber ich selber strebe die Spitzenkandidatur überhaupt nicht an.”

Ex-Grüne bereiten Kogler wenig Sorgen

Wenig Sorgen bereiten Kogler konkurrierende Ex-Grüne, also die von Peter Pilz gegründete Partei JETZT bzw. die von dieser unterstütze Liste “1 Europa” mit Johannes Voggenhuber an der Spitze bei der Europawahl. “Ich bin entspannt, weil in Wahrheit wird er es eh schon bereuen, dass er das gemacht hat”, meinte Kogler über letzteren. Dieses Kandidaturprojekt sei gescheitert: “Die kommen nicht rein.”

Bezüglich einer Wiedervereinigung mit JETZT bzw. einem Antreten in einer gemeinsamen Plattform bei der Nationalratswahl zeigte sich Kogler äußerst zurückhaltend. “Naja, bei denen ist es eher ein bisschen umgekehrt. Da geht der Weg eher Richtung Friedhof. Wir sind gerade rausgeklettert”, blieb er bei Auferstehungsmetaphern.

Er wolle aber nicht in Sarkasmusverdacht geraten, die Liste habe “gute Abgeordnete”, verwies er auf Alma Zadic, Stephanie Cox oder Daniela Holzinger. Diese seien ja “im Herzen Grüne”. Nur: “Die sind offensichtlich nicht zur Organisation fähig.”

Koglers Fazit daher: “Es werden die Grünen am nächsten Wahlzettel stehen, genauso wie bei der Europawahl. Die Grünen. Und wer da wieder zurückkommt oder wieder dazukommt, ja: Unsere Türen sind offen. Das ist der Punkt.”

(APA/Red)

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