Spionage-Attacken auf Journalisten für Edtstadler "zutiefst besorgniserregend"

Eine Reaktion kam von Europaministerin Karoline Edtstadler.
Eine Reaktion kam von Europaministerin Karoline Edtstadler. ©APA/HELMUT FOHRINGER (Symbolbild)
Die Spionage-Attacken auf Journalisten, die zuletzt an die Öffentlichkeit kamen, sind für Karoline Edtstadler von der ÖVP "zutiefst besorgniserregend. In diesem konkreten Fall gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte dafür, dass auch österreichische Journalistinnen und Journalisten betroffen seien", so die Europaministerin nach APA-Anfrage.
Journalisten laut "Zeit" ausspioniert

Allerdings reihe sich dieser Vorfall in eine Entwicklung ein, "die wir auch in Österreich mit Sorge beobachten. Immer wieder wird private Kommunikation teilweise illegal und unter Inkaufnahme der Verletzung von Grundrechten wie Privatsphäre oder Datenschutz ausspioniert und an die Öffentlichkeit gespielt", so Edtstadler weiter. "Das beginnt bei Unternehmern und Geschäftsleute, geht über Politiker und nun wurden offenbar auch Journalisten Ziel dieser Spionage." Sie verurteile diese Praxis und den aktuell bekannt gewordenen Fall "jedenfalls aufs Schärfste und halte fest, dass derartiges Vorgehen demokratiegefährdend ist".

Abhöraktionen: Journalisten waren offensichtlich im Visier

Hunderte Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Oppositionelle weltweit sind offenbar Opfer illegaler staatlicher Abhöraktionen geworden. Geheimdienste und Polizeibehörden mehrerer Länder haben demnach eine Cyberwaffe des israelischen Unternehmens NSO Group massiv missbraucht, um damit Mobiltelefone anzugreifen, wie Recherchen eines internationalen Journalistenkonsortiums zeigen.

(APA/Red)

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