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Sorgen während der Coronakrise deutlich gestiegen

Die Sorgen sind während der Coronakrise gewachsen.
Die Sorgen sind während der Coronakrise gewachsen. ©pixabay.com (Sujet)
Während der Coronakrise ist der private und berufliche Stress zurückgegangen. Dafür sind die Sorgen deutlich gewachsen.

Während der private wie berufliche Stress in der Coronakrise eher zurückgegangen ist, sind die Sorgen deutlich gewachsen. Diese Ergebnisse brachte eine repräsentative Allianz-Umfrage, die vom Market-Institut durchgeführt wurde. Alarmierend: 68 Prozent sind fallweise von psychischen oder mentalen Problemen betroffen.

Allgemeines Lebenswertgefühl während Coronakrise gestiegen

54 Prozent der im August repräsentativ 1.000 befragten Personen gaben an, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, nicht zu rauchen, wenig Alkohol zu trinken und auf ausreichend Schlaf zu achten. 72 Prozent der Menschen fühlen sich insgesamt gesund. "In erstaunliche Höhen" sei während Corona aber das allgemeine Lebenswertgefühl gestiegen, "nicht zuletzt durch die teilweise entstandene Entschleunigung: 8,26 auf einer zehnstufigen Skala", berichtete Christoph Marek, Vorstand der Allianz Österreich, bei einem Pressegespräch in Wien.

Generell habe die Coronakrise in vieler Hinsicht in das Alltagsleben eingegriffen. Zwei von drei Personen achten mehr als bisher auf Hygiene, insbesondere Frauen sowie Menschen über 50 Jahren. Bei Letzteren ist auch der "Babyelefant" mit Abstand am besten angekommen. Ärzte gelten vor dem Internet noch immer als wichtigste Informationsquelle bei Gesundheitsfragen, der persönliche Arztbesuch wird aber von 26 Prozent möglichst vermieden. "Die Angst vor einer Corona-Infektion innerhalb der Familie ist mit 41 Prozent größer als die Angst, sich selbst anzustecken - davor fürchten sich laut Umfrage 29 Prozent", berichtete Werner Beutelmeyer, Geschäftsführer des Market-Instituts.

Starke Gesundheitsprobleme während Krise aufgetaucht

Auf die Frage, "von welchen psychischen/mentalen Gesundheitsproblemen fühlen sie sich stark betroffen", antworteten 32 Prozent mit Energielosigkeit, gefolgt von 28 Prozent mit Schlafstörungen. Gerade die 14- bis 29-Jährigen fühlen sich oft einsam und mit ihren Problemen allein gelassen. Besonders Frauen und jüngere Menschen klagen mehr als bisher über Antriebs- und Energielosigkeit, Müdigkeit und Schlafstörungen. Zehn Prozent der Befragten haben wiederkehrende Angststörungen und Panikattacken. Es ist davon auszugehen, dass die Krise in den vergangenen Monaten diesen Negativtrend stark befeuert hat.

Elf Prozent der Österreicher akut von Burnout gefährdet

Elf Prozent der Österreicherinnen und Österreicher über 14 Jahren, also rund 800.000 Personen, fühlen sich akut von Burnout gefährdet. Den Männern machen dabei oft zu viele Überstunden Probleme, den Frauen eher ein schlechtes Betriebsklima. Annähernd jeder Sechste empfindet auch seinen Vorgesetzten als Stressfaktor. Ab 50 Jahren nimmt die Burnout-Gefahr deutlich ab, nachdem sie in den Jahren unmittelbar davor offenbar am höchsten gewesen ist.

Als "Stresskiller" Nummer eins gilt für rund die Hälfte aller Befragten das Spazierengehen und Wandern in der Natur. Auch das längere Schlafen als wirksames Mittel gegen Stress wurde im Corona-Jahr von vielen wiederentdeckt.

(APA/Red)

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