Sonntagsöffnung in Touristenzonen angedacht: Richard Lugner schäumt

Richard Lugner fühlt sich durch die neuerliche Debate um die Sonntagsöffnung in Wien vor den Kopf gestoßen.
Richard Lugner fühlt sich durch die neuerliche Debate um die Sonntagsöffnung in Wien vor den Kopf gestoßen. ©APA
Die Debatte um Sonntagsöffnungen in sogenannten Toursitenzonen in Wien verärgern Shoppingcenter-Betreiber Richard Lugner: "Die Politiker haben keine Ahnung".
Lugner: "Ich gebe auf"
Sonntagsöffnung wird diskutiert

Nachdem er vier Monate zu einer möglichen erweiterten Sonntagöffnung geschwiegen hat, greift er wieder an. “Die Politiker haben keine Ahnung. (…) Ihnen fehlt die Vision. (…) Alle Geschäfte, in die sie sich einmischen, sind defizitär”, so Lugner am Donnerstag zur APA.

Sonntagsöffnung in Wiener Touristenzonen

Was ihn so aufregt? Dass eine Erweiterung der Sonntagsöffnung nur in sogenannten Touristenzonen angedacht wird, womit seine Lugner City in Nähe der Wiener Stadthalle nicht dabei wäre. Dabei sei die Stadthalle doch auch eine bauliche Attraktion. “Wir haben hier eine Zweiklassengesellschaft”, ärgert sich der Baumeister. So dürften die dominierenden Handelsmarken Rewe (Billa, Merkur, Adeg, Bipa) und Spar in Tankstellen und rund um die Uhr aufsperren “und sich blöd verdienen”.

Er droht nun mit rechtlichen Schritten, gibt sich gleichzeitig aber vorsichtig – denn bisher hat er sich bei Gericht die Zähne ausgebissen. Lugner vermutet, dass dies auch damit zusammenhängen könnte, weil die Richter von der Regierung bestellt würden. “Ich muss mir überlegen, wie ich es mache, denn bisher ist es in die Hose gegangen”, so ein kämpferischer Lugner.

(APA/Red)

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