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Slogan von FPÖ gestohlen? Wirbel um ÖVP-Wahlplakate

Wer hat bei wem abgeschaut?
Wer hat bei wem abgeschaut? ©APA/APA/TWITTER/GEORG HOCHMUTH/SCREENSHOT TWITTER
Die FPÖ wirft der ÖVP vor, "schamlos" freiheitliche Slogans zu kopieren. Die Grundidee für Sätze wie "Einer, der unsere Sprache spricht" soll nämlich von Herbert Kickl stammen.
ÖVP präsentiert erste Plakate

Am Mittwoch präsentierte die ÖVP ihre erste Plakatwelle. Darauf zu sehen ist Parteichef Sebastian Kurz, der in Situationen "aus dem echten Leben" gezeigt wird. Dazu steht unter anderem "Einer, der am Boden bleibt", "Einer, der auf unsere Werte schaut" oder "Einer, der unsere Sprache spricht" geschrieben.

APA - GEORG HOCHMUTH - SCREENSHOT

ÖVP wies Kopie-Vorwurf zurück

Eine Ähnlichkeit mit FPÖ-Plakaten - etwa beim Sujet "Einer, der unsere Sprache spricht" - wies ÖVP-Generalsekretär Karl Nehammer zurück und konterte mit einer Gegenoffensive.

"Es gibt eine Großdruckerei im Raum Wien, die die Plakatsujets druckt", so Nehammer. "Offensichtlich haben einige in der Freiheitlichen Partei geglaubt, sie sind ganz schlau und machen ein Foto und kommunizieren den Spruch", führte er seinen Verdacht weiter aus, um anzumerken: "Eines ist unmöglich: Den gleichen Spruch zu haben und den noch auf das Plakat zu bringen." Das gehe sich von der Zeit her einfach nicht aus, erklärte Nehammer.

Für ihn der logische Schluss: "Hier dürfte es einfach so gewesen sein, dass man das Plakat von uns gesehen hat - und offensichtlich hat der Spruch so gut gefallen, dass die FPÖ ihn jetzt auch übernehmen wollte."

FPÖ über Kurz-Plakatkampagne verärgert

Die FPÖ hingegen drehte den Spieß um und warf der ÖVP am Mittwoch vor, "schamlos" freiheitliche Slogans zu kopieren. "Nachdem Sebastian Kurz im letzten Wahlkampf und auch jetzt wieder die FPÖ-Themen kopiert hat, nehmen seine Werber nun sogar deutliche Anleihen bei FPÖ-Slogans", wunderte sich FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker.

Bereits 1999 habe Herbert Kickl für Jörg Haider eine Nationalratswahl-Kampagne mit Slogans wie "Einer, dessen Wort zählt", "Einer, der zuhören kann" oder "Einer, dessen Handschlag gilt" entwickelt. Auch später griff die FPÖ auf ähnliche Slogans zurück - etwa mit HC Strache in der Wiener Kampagne 2015 mit "Der Einzige, der unsere Sprache spricht". Das stellten die Freiheitlichen in einer Aussendung klar.

Gleicher Slogan bei Social Media Kampagne mit Herbert Kickl

Für den aktuellen Wahlkampf habe die FPÖ eine Social-Media-Kampagne, deren Slogans zum Beispiel lauten "Einer, der unsere Sprache spricht" (Herbert Kickl) oder "Einer, der unsere Werte noch lebt" (Norbert Hofer).

"Inhaltlich packt Kurz mit dem Kampf gegen den politischen Islam und einem weiterreichenden Kopftuchverbot im Wahlkampf erneut - wie schon 2017 - freiheitliche Themen aus", beschwerte sich Hafenecker. "Jetzt geht man mit den Plakatslogans noch einen Schritt weiter."

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(APA/Red)

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