Sebastian Kurz von Nationalrat "ausgeliefert"

"Auslieferung": Nationalrat gab Weg für Strafverfolgung von ÖVP-Chef Kurz frei.
"Auslieferung": Nationalrat gab Weg für Strafverfolgung von ÖVP-Chef Kurz frei. ©REUTERS/Leonhard Foeger
Am Donnerstag wurde ÖVP-Partei- und Klubobmann Sebastian Kurz vom Nationalrat "ausgeliefert". Die Erlaubnis zur weiteren Strafverfolgung durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) erfolgte einstimmig.
Auslieferung von Ex-kanzler Kurz beantragt
Kurz gab Rücktritt bekannt
Kurz beteuert Unschuld

Kurz war nach dem Rücktritt als Bundeskanzler und dem Wechsel in den Nationalrat durch die parlamentarische Immunität geschützt. Nun kann u.a. wegen des Vorwurfs der Untreue und falschen Zeugenaussage wieder gegen ihn ermittelt werden.

Ermittlungen: Kurz will zur Aufklärung beitragen

Die Basis für den Beschluss war bereits am Dienstag im Immunitätsausschuss gelegt worden. Kurz selbst hatte wiederholt betont, an einer raschen Aufklärung interessiert zu sein. Die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Umfragen/Inseraten-Affäre bzw. seiner Aussage im parlamentarischen U-Ausschuss wies er zurück, er habe sich strafrechtlich nichts zu Schulden kommen lassen.

Auch bei FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz gab der Nationalrat sein Okay für Ermittlungen. Freiheitliche und NEOS stimmten dagegen, sehen sie doch einen Zusammenhang mit der Abgeordneten-Tätigkeit des FPÖ-Mandatars. Gegen ihn ermittelt die Staatsanwaltschaft Wien wegen Verhetzung wegen eines Postings im Fall Leonie.

(APA/Red)

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