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Schwimmen in Corona-Zeiten: Ein Fakten-Check

Beim Freibad- oder Strandbesuch sollten Besucher den nötigen Abstand einhalten.
Beim Freibad- oder Strandbesuch sollten Besucher den nötigen Abstand einhalten. ©APA/Johannes Bruckenberger
Wenn mit dem Sommer die Hitze kommt, wächst die Sehnsucht nach Abkühlung. Aber darf man in Corona-Zeiten ins Freibad, an den Badesee oder ins Meer? Und wie hoch ist das Ansteckungsrisiko im Wasser?
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Viele Menschen wollen angesichts einer drohenden Infektion mit dem Coronavirus heuer auf das Schwimmen in Freibädern, Seen und Meeren verzichten. Doch wie hoch ist das Ansteckungsrisiko im kühlen Nass wirklich? Im Folgenden haben wir dazu alle Fakten im Überblick.

Faktencheck zum Coronavirus: Kann ich im Sommer baden gehen?

Wer ins Schwimmbad, an den Badesee oder ans Meer geht, sollte vor allem außerhalb des Wassers Vorsicht walten lassen. Der Alptraum von Virologen sind dicht nebeneinanderliegende Handtücher mit sich sonnenden Menschen darauf. Sprich: Schwimmen an sich ist unproblematisch, doch die Besucher von Strand- oder Freibädern müssen die Abstandsregeln beachten.

Vom Wasser selbst geht eine geringere Infektionsgefahr als vom direkten Kontakt von Mensch zu Mensch aus, darüber sind sich Wissenschafter einig. Wenig Grund zur Sorge gibt es, wenn es sich dabei um aufbereitetes und mit Chlor desinfiziertes Badewasser in Hallen- und Freibädern handelt. Das Virus werde dadurch "zuverlässig inaktiviert", sagt Christian Ochsenbauer, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

Das bestätigt auch das deutsche Umweltbundesamt (UBA): "Das Wasser in konventionellen Schwimmbädern (Frei- oder Hallenbäder) unterliegt einer ständigen Aufbereitung. (...) Filtration und Desinfektion sind wirksame Verfahren zur Inaktivierung von eingetragenen Mikroorganismen (z.B. Bakterien und Viren)."

Wer Bäder mit biologischer Aufbereitung wie Schwimm- und Badeteiche besucht, sollte aber genauer hinschauen. Sie enthalten ja "kein Desinfektionsmittel, daher geht von derartigen Bädern ein gewisses Infektionsrisiko aus, auf welches der Badegast generell vor Ort hingewiesen werden sollte", erläutert das deutsche Umweltbundesamt. Ebenso nachweisbar sei das Coronavirus im noch nicht aufbereiteten Abwasser, erklärt Janne Vehreschild, der beim Deutschen Zentrum für Infektionsforschung eine Arbeitsgruppe zu den Risikofaktoren bei Covid-19 leitet. Der Experte: "Ob diese Mengen für eine Ansteckung ausreichen, steht aber noch nicht fest."

Unbedenklich sei dagegen das Baden und Schwimmen in größeren Naturgewässern wie Badeseen oder in Meeren wie Nord- und Ostsee, heißt es beim UBA. Die Gefahr einer Ansteckung sei wegen der Verdünnung im Wasser äußerst gering: "Steigende Wassertemperaturen und erhöhte Sonneneinstrahlung im Sommer werden zu einer noch stärkeren Inaktivierung möglicherweise in das Wasser eingetragener Viren führen". Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe keine Hinweise dafür gefunden, dass das Coronavirus über den Wasserweg übertragen werde.

Grundsätzlich jedoch sollten Menschen mit Atemwegsinfekten oder Durchfall nicht baden, um andere nicht zu gefährden, mahnt das UBA. "Dies gilt völlig unabhängig davon, um welche potenziellen Krankheitserreger es sich im Einzelnen handelt."

(APA/Red)

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