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Schießerei mit Polizei in Wien-Floridsdorf: Alle Bewährungsauflagen erfüllt

Der 47-jährige Amyn G. wurde bei der Schießerei schwer verletzt.
Der 47-jährige Amyn G. wurde bei der Schießerei schwer verletzt. ©APA
Nach einem Einbruchsversuch in Wien-Floridsdorf soll sich der 47-jährige Amyn G. sich im Februar eine Schießerei mit der Polizei geliefert haben. Der Mann war zuvor aus der lebenslangen Haft entlassen worden, das zuständige Landesgericht Steyr sieht keine Gründe, die Entlassung zu widerrufen, denn bis zu dem Vorfall hatte sich G. an alle Bewährungsauflagen gehalten.
Auch Komplize bewaffnet
Für Doppelmord verurteilt
Mann in Lebensgefahr
Schüsse in Floridsdorf
Bilder vom Tatort
Bilder von der Granate

Vom Landesgericht Steyr gibt es daher laut Mayer aktuell keinen Antrag für ein Widerrufsverfahren der bedingten Entlassung. Wenn es wegen der Vorfälle in Wien zu einer Anklage kommt, dann könne das dafür zuständige Gericht die Entlassung “aus Anlass einer neuen Tat” widerrufen, erläuterte der Gerichts-Vizepräsident.

47-Jähriger wegen zweifachen Mordes verurteilt

Der wegen zweifachen Mordes verurteilte Österreicher war wie vereinbart nach seiner bedingten Entlassung am 6. November nach Ägypten ausgewandert. Danach kündigte er an, wegen der besseren Gesundheitsversorgung hierzulande Ende Jänner zu einer medizinischen Behandlung zurückzukehren. Seine Angaben seien mittlerweile überprüft und von einem Krankenhaus in Wien bestätigt worden, sagte Mayer. Amyn G. habe sich in dem Spital in stationärer Behandlung befunden.

Nach Schießerei in Lebensgefahr

Der Gesundheitszustand des 47-Jährigen verschlechterte sich und der Patient war laut Mayer vorübergehend in Lebensgefahr. Der Spitalsaufenthalt verlängerte sich dadurch und in weiterer Folge waren weitere Ambulanzbesuche notwendig. Amyn G. hat nach Abschluss der Behandlung “alles der Bewährungshilfe bekanntgegeben”, hielt Mayer fest. Um den 20. Februar wollte er Österreich wieder verlassen.

Handgranate bei Einbruchsversuch

Allerdings soll Amyn G. dann wie berichtet am 23. Februar in Floridsdorf mit einem Komplizen einen Einbruch in einem Einkaufszentrum verübt und sich mit Handgranate und Pistole bewaffnet der Festnahme widersetzt haben. Er wurde angeschossen und war vorübergehend erneut in Lebensgefahr.

Amyn G. schweigt beharrlich

Es habe keinen Grund für eine Weisung an Amyn G. zur Bekanntgabe seines Aufenthaltsortes in Österreich gegeben, sagte Mayer. Gegen ihn bestand kein Aufenthaltsverbot. Die Polizei sucht derzeit nach dem Unterschlupf des Verdächtigen, weil befürchtet wird, dass sich dort weitere gefährliche Waffen befinden. Der 47-Jährige schwieg bisher in den Einvernahmen. Nach seiner Haftentlassung im Vorjahr hatte Amyn G. der Bewährungshilfe in Österreich seinen privaten und beruflichen Aufenthaltsort in Ägypten bestätigt, sagte Mayer. In dem nordafrikanischen Land lebte und arbeitete der 47-Jährige bei einem Onkel. (APA)

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