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Regierungsmitglieder auf Corona getestet: Ergebnisse liegen vor

Alle Corona-Tests der Regierungsmitglieder sind negativ ausgefallen.
Alle Corona-Tests der Regierungsmitglieder sind negativ ausgefallen. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Nach einem Corona-Fall im Bundeskanzleramt wurden alle Regierungsmitglieder auf das Virus getestet. Nun liegen die Ergebnisse von Kurz, Kogler & Co. vor.
Blümel sagt Termine ab
Kurz-Mitarbeiter positiv getestet

Die wegen des Corona-Falls im Bundeskanzleramt durchgeführten Corona-Tests der Regierungsmitglieder sind negativ ausgefallen.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und die anderen Regierungsmitglieder - zwei Ministerinnen mussten nicht testen - bekamen in der Nacht auf Dienstag ihre negativen Ergebnisse. Aber ein Mitarbeiter aus dem Büro von Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) ist ebenfalls infiziert.

Kurz negativ, Termine aber per Telefon und Video

Alle, die mit diesem Mitarbeiter und dem zuvor positiv getesten Kurz-Vertrauten in direktem engen Kontakt waren, sind Kontaktpersonen 1 und haben sich umgehend in Quarantäne zu begeben, teilte das Kanzleramt der APA mit. Kurz hatte in den vergangenen Tagen keinen engen Kontakt mit diesen zwei Mitarbeitern. Deshalb wird er morgen im Kanzleramt seiner Arbeit nachgehen. Termine wird er aber - wie in einer solchen Situation vorgesehen - vor allem per Telefon und Video wahrnehmen.

Das weitere Vorgehen werde von der Regierung eng mit der Gesundheitsbehörde abgestimmt.

Enger Kurz-Mitarbeiter Covid-positiv: Regierung getestet

Vorsichtshalber durchgeführt wurden die Tests, weil ein Mitarbeiter aus dem engsten Kreis von Kurz am Montag positiv auf SARS-CoV2 getestet wurde, nachdem er am Sonntag Symptome bemerkt hatte. Kurz und Kogler hatten mit ihm zuletzt vergangenen Mittwoch Kontakt - wie auch die anderen Regierungsmitglieder im Zuge des Ministerrats. Nur Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) und Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) waren verhindert, sie mussten sich keinem Test unterziehen. Sehr wohl vorsichtshalber getestet wurden aber auch alle Mitarbeiter aus dem Umfeld des Kurz-Vertrauten. Journalisten, die bei der Regierungssitzung im Kanzleramt waren, wurden Tests angeboten.

Die Regierungsmitglieder hatten am Montag vorsichtshalber alle Termine abgesagt. So strichen auch Kurz und Kogler umgehend ihren geplanten Auftritt bei der Pressekonferenz zu den Festspielhäusern, als sie am Weg nach Salzburg vom positiven Testergebnis erfuhren. Finanzminister Gernot Blümel - er ist auch Wiener ÖVP-Spitzenkandidat - setzte seine Wahlkampftermine aus. So trat er Montagabend nicht beim "Puls"-Duellabend zur Gemeinderatswahl auf.

Parlament sieht sich in puncto Corona gut gerüstet

Das Parlament sieht nach den jüngsten Coronafällen in Regierungsbüros und unter Abgeordneten keine Notwendigkeit, die Corona-Maßnahmen für die Nationalrats-Sondersitzung am morgigen Mittwoch zu verschärfen. Man habe ohnehin "umfassende Präventionsmaßnahmen", betonte ein Sprecher am Dienstag auf APA-Anfrage.

Aus dem Parlament selbst wurden zuletzt zwei Coronafälle publik: Der ÖVP-Abgeordnete Johannes Schmuckenschlager und die NEOS-Mandatarin Karin Doppelbauer sind an dem Virus erkrankt. Doppelbauer soll sich im Familienkreis angesteckt haben.

Der Sprecher des Hohen Hauses verwies auf APA-Anfrage darauf, dass sich die Fälle auf einzelne Abgeordnete beschränkten und es sonst derzeit keinen Hinweis auf einen Bezug zum Parlament gebe. Man habe mit Glastrennwänden zwischen den Abgeordneten-Plätzen und einer umfassenden regelmäßigen Desinfektion vorgesorgt. Zudem gebe es das Angebot von Testungen für alle, die im Parlament arbeiten - von Abgeordneten bis zu Journalisten.

Auch zweiter Test von Kanzler Kurz negativ

Auch der zweite Coronatest von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) innerhalb von zwei Tagen hat am Dienstagabend ein negatives Ergebnis gebracht, erfuhr die APA aus dem Kanzleramt. Kurz hatte sich sicherheitshalber ein weiteres Mal testen lassen. Am Montag war bekannt geworden, dass einer seiner engsten Vertrauten im Kabinett mit dem Virus infiziert ist. Der Ministerrat am morgigen Mittwoch findet zur Sicherheit virtuell statt.

Ministerrat am Mittwoch virtuell

Nach der Covid-Erkrankung eines Vertrauten von Kurz, wird die Regierungssitzung am morgigen Mittwoch virtuell abgehalten, erfuhr die APA aus dem Kanzleramt. Ein weiterer ranghoher Kabinettsmitarbeiter des Kanzlers sowie zwei von Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) befinden sich in behördlich verfügter Quarantäne. Kurz arbeitet vom Büro aus, absolviert aber vorerst zur Sicherheit keine persönlichen Termine. Zudem lässt er sich heute Nachmittag ein weiteres Mal testen, erklärte sein Sprecher.

Der Ministerrat wird virtuell stattfinden. Es handle sich um eine "reine Vorsichtsmaßnahme", betonten die Sprecher von Kurz und Kogler. In welcher Form die Öffentlichkeit nach der Regierungssitzung informiert wird, also ob es wie üblich ein Pressefoyer mit Journalisten geben wird, war zunächst noch unklar.

Der Coronafall im engsten Umfeld des Kanzlers hat jedenfalls Konsequenzen für andere Kabinettsmitarbeiter: Der Betroffene hatte am vergangenen Freitag an einer Besprechung teilgenommen, weshalb nun ein weiteres Kabinettsmitglied von Kurz und zwei Kabinettsmitglieder von Kogler in behördlich verfügte Isolation mussten.

(APA/Red)

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