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Produzierendem Bereich brach 2020 Umsatz weg

Besonders die Metallbranche war betroffen.
Besonders die Metallbranche war betroffen. ©APA
Die produzierenden Bereiche verzeichneten im letzten Jahr coronabeding einen enormen Umsatzeinbruch. Einen Lichtblick gab der Dezember 2020 mit leichtem Wachstum. Auch für 2021 gibt es Hoffnung.

Der produzierende Bereich hat in Österreich im Coronajahr 2020 einen Umsatzeinbruch verzeichnet. Die Erlöse der 66.162 Unternehmen im Sachgüterbereich und Bau mit 956.029 Mitarbeitern gingen gegenüber 2019 um 6,8 Prozent auf 281,8 Mrd. Euro zurück. Lichtblick war der Dezember 2020, als der Umsatz gegenüber dem Vorjahresmonat um 2 Prozent auf 26,1 Mrd. Euro stieg, berichtete die Statistik Austria am Dienstag. Hoffnung für heuer geben jüngste Frühschätzungen.

Metallbranche mit markanten Einbußen

"Insbesondere der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Metallbranche hatten markante Einbußen zu verkraften", so Statistik-Chef Tobias Thomas. Am Bau alleine wurden von 36.447 Unternehmen im Vorjahr 52,5 Mrd. Euro umgesetzt. Aufgrund des starken Jahresauftakts beträgt hier das Umsatzminus lediglich 3,1 Prozent. Hier lag aber auch der Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat mit 3,7 Prozent deutlich im Minus.

Für Februar 2021 zeigten die Frühschätzungen zu Industrie und Bau im Vergleich zum Vorjahresmonat laut Statistik Austria einen Anstieg der Umsätze um 5,1 Prozent. Der Beschäftigtenindex sowie der Index der geleisteten Arbeitsstunden verbuchten aber einen moderaten Rückgang (-1,4 Prozent bzw. -1,0 Prozent).

Erzeugerpreisindex legte zu

Der Erzeugerpreisindex lag im Februar 2021 für den Produzierenden Bereich (EPI 2015) laut Statistik Austria wiederum bei 103,1 Punkte (2015=100). Er erhöhte sich somit gegenüber dem selben Monat des Jahres davor um 0,9 Prozent. Im Jänner 2021 und Dezember 2020 war die Jahresveränderungsrate noch bei -0,3 bzw. -1,0 Prozent gelegen.

Damit kam es im Februar 2021 zu einer Trendwende in der Erzeugerpreisentwicklung. Erstmals seit Mai 2019 (+0,6 Prozent) wurde wieder ein Preiszuwachs für Erzeugnisse des Produzierenden Bereichs beobachtet. Im Vergleich zum Vormonat Jänner 2021 legte der Index um 0,8 Prozent zu.

(APA/red)

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