Pooling-Verfahren bei PCR-Tests bringt Labore an ihre Grenzen

Die Machbarkeitsgrenzen der Labore scheinen bei Pooling-Verfahren erreicht.
Die Machbarkeitsgrenzen der Labore scheinen bei Pooling-Verfahren erreicht. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Während die Ergebnisse von behördlich angeordneten PCR-Tests in Niederösterreich binnen 24 Stunden vorliegen, scheinen die Machbarkeitsgrenzen der Labore bei Pooling-Verfahren erreicht.
Mangelnde PCR-Tests dank 3G
Chaos um PCR-Testergebnisse

Die Situation rund um die Corona-Testkapazitäten fällt in Niederösterreich durchaus zwiespältig aus. Ergebnisse von behördlich angeordneten PCR-Tests liegen nach Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) vom Dienstag weiterhin binnen 24 Stunden vor.

Zwiespältige Situation bei Testkapazitäten in NÖ

Aufgrund der aktuell hohen Infektionszahlen würden die Labore allerdings beim sogenannten Pooling-Verfahren an Machbarkeitsgrenzen stoßen, was auch PCR-Gurgeltests betreffe.

Im Rahmen des Pooling-Verfahrens wird schon beim Testen die Gurgelflüssigkeit auf zwei Fläschchen aufgeteilt. Im Labor werden dann mehrere Proben in einem Pool zusammengemischt und analysiert. Ist ein Pool positiv, werden die zurückgestellten Proben einzeln analysiert. Die Methode erlaubt also grundsätzlich eine schnelle und effektive Auswertung der Tests - allerdings nur dann, wenn viele Pools negativ bleiben, was bei der aktuellen Infektionslage immer seltener der Fall sein dürfte.

Kritik an mangelnder Verfügbarkeit von PCR-Tests in Spar-Märkten

Kritik auch aufgrund mangelnder Verfügbarkeit hatte es zuletzt am System rund um die in Spar-Märkten verfügbaren PCR-Gurgeltests gegeben. Seit Montag gelten geänderte Ausgaberegeln. Beim bzw. vor dem Abholen in den entsprechenden Filialen ist eine Internet-Anmeldung notwendig. Im Anschluss bleiben 20 Minuten Zeit, die Übernahme an der Kasse zu bestätigen. Danach kann diese Person erst nach 14 Tagen wieder Tests abholen.

Laut einem Sprecher von Königsberger-Ludwig wurden am Montag rund 25.000 von 32.000 verfügbaren Kits ausgegeben, in sieben von 25 Spar-Standorten, die aktuell an der Aktion teilnehmen, gingen die Sets aus. Am Dienstag wurden weitere 20.000 Kits zur Verfügung gestellt. Ausverkauft hieß es an keinem Standort. "Die neuen Regeln haben gegriffen, der Start hat gut funktioniert", lautete die Zwischenbilanz.

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(APA/Red)

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