Polizei erwartet bis zu 1.000 PAOK Saloniki-Fans beim Rückspiel gegen Rapid in Wien

Nach dem Skandalspiel am 23. August treffen Rapid und der PAOK Saloniki nun erneut aufeinander
Nach dem Skandalspiel am 23. August treffen Rapid und der PAOK Saloniki nun erneut aufeinander ©APA
Am Donnerstagabend findet im Wiener Hanappi-Stadion das Rückspiel der Europa-League-Qualifikation zwischen PAOK Saloniki und Rapid Wien statt. Die Polizei erwartet zu diesem Anlass bis zu 1.000 Anhänger der griechischen Mannschaft in Wien, bei denen es sich zu einem Großteil um Risiko-Anhänger handeln soll. Beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.
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Bis zu 1.000 Fans von PAOK Saloniki werden zum Rückspiel der Europa-League-Qualifikation zwischen PAOK Saloniki und Rapid Wien am Donnerstag erwartet.  Ein großer Teil davon dürfte als Risikofans einzustufen sein, hieß es am Mittwoch bei der Wiener Exekutive. Der Polizeieinsatz wird sich in etwa in der Größenordnung eines Wiener Derbys bewegen, kündigte Polizeisprecher Roman Hahslinger im APA-Gespräch an.

Zu Zahlen des Personalaufkommens will sich die Polizei vor Hochrisiko-Spielen naturgemäß nicht äußern. Die Spiele Rapid gegen Austria werden jedenfalls immer als Hochrisiko-Begegnungen eingestuft, man kann in der Regel davon ausgehen, dass etwa 800 Beamte dort im Einsatz sind. Für die Begegnung mit PAOK Saloniki könnte die Zahl durchaus darüber liegen.

Auch Fans von Panathinaikos Athen auf Rapid-Seite

Beunruhigend ist auch, dass auf Seite des Rapid-Anhangs ebenfalls griechische Fans mitmischen könnten. Die Ultras der Grün-Weißen pflegen seit vielen Jahren eine Fanfreundschaft mit den Hardcore-Fans vom Gate 13 bei Panathinaikos Athen, zu deren schärfsten Rivalen der PAOK-Anhang zählt. Panathinaikos-Fans waren auch beim Platzsturm im Hanappi-Stadion im Mai 2011 bei einem Wiener Derby unter den Federführenden.

Auf Saloniki-Seite gibt es laut Hahslinger wiederum nicht verstummende Gerüchte, dass auch der Anhang von Partizan Belgrad mitkommen könnte, der mit den PAOK-Fans eng verbunden ist.

Folgenschwere Ausschreitungen in Saloniki

Hahslinger sagte, dass einige Anhänger von PAOK Saloniki bereits in Wien seien. Der Großteil dürfte aber über Bratislava anreisen, wo einige auch übernachten dürften. Die Polizei will besonderes Augenmerk auf die Ereignisse im Vorfeld des Spiels legen. Aufgrund der drakonischen Maßnahmen nach den schweren Ausschreitungen in der Vorwoche in Saloniki und der Androhung noch härterer Strafen, sollte im Hanappi-Stadion etwas vorfallen, hofft die Exekutive, dass es in der Arena selbst relativ ruhigbleiben könnte.

Umso mehr sind die Stunden vor und nach dem Spiel eine Herausforderung. Wo sich der Anhang von Saloniki in Wien trifft, ist der Exekutive bekannt. Hahslinger wollte aber nicht bekanntgeben, an welchem Ort das sein wird, um nicht Anhaltspunkte für gewaltbereite Rapid-Fans zu liefern. Schwierig wird auch, die Fangruppen von PAOK Saloniki und Rapid Wien beim Anmarsch ins Hanappi-Stadion auseinanderzuhalten.

(apa/red)

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