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Pestsäule am Wiener Graben mit Kerzen und Zeichnungen zur Krise versehen

Die Pestsäule am Graben ist derzeit Anlaufstelle für Besorgte
Die Pestsäule am Graben ist derzeit Anlaufstelle für Besorgte ©APA/PRIVAT/JOHANNES RAUSCHER
Anlaufstelle für manch besorgten Städter scheint derzeit die Pestsäule am Wiener Graben zu sein: Am Sockel finden sich zahlreiche Kerzen, Kinderzeichnungen mit Gebeten hängen an der Balustrade.
Kerzen und Co. an der Pestsäule
5.264 Infektionen in Österreich

"Schütze uns vor dem Coronavirus" steht auf einer Zeichnung an der Wiener Pestsäule aktuell zu lesen, auf einer anderen "Bitte lieber Gott hilf".

Errichtet nach Epidemie: Geschichte der Wiener Pestsäule

Die Pestsäule bzw. Dreifaltigkeitssäule, wie sie offiziell heißt, ist nach der großen Pestepidemie im Jahr 1679 errichtet worden. Damals sind in der Donaumetropole - samt Vororten - rund 80.000 Menschen dem Schwarzen Tod zum Opfer gefallen. Kaiser Leopold I. versprach, der Stadt eine Säule zu stiften, sollte die Pest aus Wien weichen, was im Herbst 1679 schließlich geschah.

Noch im selben Jahr wurde ein Holzprovisorium errichtet, das aber dennoch fast acht Jahre hielt. Dann, am 30. Juni 1687, wurde der Grundstein zur heutigen Skulptur gelegt, die am Dreifaltigkeitstag 1693 eingeweiht wurde.

(apa/Red)

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