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Party mit Spritzwein: Wiens Alt-Bürgermeister Häupl wird 70

Michael Häupl wird am 14. September 70 Jahre alt.
Michael Häupl wird am 14. September 70 Jahre alt. ©APA/ROLAND SCHLAGER
Wiens Alt-Bürgermeister Michael Häupl feiert in der nächsten Woche einen runden Geburtstag. Zwei Tage zuvor lädt er "zu einem Spätsommerabend mit Freunden und Weggefährten".
Seine legendärsten Sprüche

Kommende Woche wird in der Wiener SPÖ der Wahlkampf einmal kurz beiseitegelassen und groß ein Jubiläum gefeiert: Alt-Bürgermeister Michael Häupl steht am 14. September der 70iger ins Haus. Dazu laden Bürgermeister Michael Ludwig und das Bruno Kreisky Forum zwei Tage zuvor, am Donnerstag, "zu einem Spätsommerabend mit Freunden und Weggefährten", wie es in der Ankündigung der Veranstaltung hieß.

Motto: "Mei Wien is ned deppat"

Gefeiert wird unter dem Motto "Mei Wien is ned deppat" im Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog in Döbling. Das Motto kommt nicht von ungefähr - handelt es sich doch um einen der bekanntesten Sager Häupls, der es sogar zum Spruch des Jahres 2017 schaffte. Nach der Nationalratswahl, bei der die SPÖ Platz eins und den Kanzler verlor, aber zumindest in Wien zulegen konnte, meinte Häupl: "Mei Wien is ned deppat."

Details zum Festprogramm und zu den erwarteten Gästen gab es seitens der SPÖ auf APA-Anfrage wenige: "Das Geburtstagskind soll überrascht werden." Eines ist jedoch fix: Gastgeber Ludwig wird eine Rede halten. Mehrere Hundert Personen hätten bereits ihr Kommen zugesagt, darunter auch Bundesparteichefin Pamela Rendi-Wagner, hieß es außerdem.

Schon als Student politikinteressiert

Häupl kam am 14. September 1949 in Altlengbach (Niederösterreich) zur Welt und wuchs in einer ÖVP-nahen Lehrerfamilie auf. Nach der Matura begann er in Wien das Studium der Biologie und Zoologie. Ab dem Jahr 1975 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Naturhistorischen Museum und promovierte zwei Jahre später über die Schädelkinetik bei Gekkoniden, den Kleinechsen der Tropen. Schon während des Studiums erfolgte ein politischer Richtungswechsel: Er beendete seine Mitgliedschaft in einer Burschenschaft und dockte beim Verband Sozialistischer Studenten (VSStÖ) an. Als dessen Bundesvorsitzender fungierte er von 1975 bis 1977.

1983 zog er in den Gemeinderat ein, 1988 wechselte Häupl auf Wunsch seines politischen Ziehvaters, dem damaligen Bürgermeister Helmut Zilk als Umweltstadtrat in die Stadtregierung. Endgültig zu Zilks Kronprinzen auf das Amt des Bürgermeisters avancierte Häupl schließlich 1993, als er Vorsitzender der Wiener SPÖ wurde. Die Wahl zum Stadtoberhaupt erfolgte im Folgejahr.

Keine rote Absolute

Gleich bei seinem ersten Urnengang 1996 musste eine herbe Niederlage einstecken. Die rote Absolute war Geschichte, es folgte eine SPÖ-ÖVP-Koalition. 2001 konnten die für die Wiener SPÖ gewohnten Verhältnisse jedoch wiederhergestellt werden. 2005 wurde die Absolute sogar noch leicht ausgebaut. 2010 mussten die Roten jedoch deutliche Stimmverluste hinnehmen. Als erster SPÖ-Landeschef Österreichs machte er dann mit den Grünen gemeinsame Sache.

Vergleichsweise wild und turbulent verlief die letzte Phase seiner Ära. Häupl wurde damals recht unverblümt aus den eigenen Reihen der Abgang nahegelegt. Aufgebrochen waren interne Gräben, die möglicherweise lange nur gut verschüttet waren, im Zusammenhang mit der Flüchtlingsfrage jedoch offen zutage traten. Anfang 2018 gab Häupl zunächst den Parteivorsitz an, den er 25 Jahre innehatte. Ende Mai desselben Jahres trat er nach fast 24 Jahren auch als Bürgermeister ab.

Seit über einem Jahr in Polit-Pension

Häupl ist nun mittlerweile bereits seit mehr als einem Jahr in Polit-Pension. Seitdem äußert er sich nicht auch mehr zur Tagespolitik. Er werde sicher nicht den Balkonmuppet spielen, versicherte bei seinem Abschied.

Langweilig wird ihm aber nicht: Er ist Präsident dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF), wo er auch ein Büro hat. Es ist eine Aufgabe, die er sehr ernst nimmt: Er sei jeden Tag dort, nehme Termine wahr und empfange Gesprächspartner, hieß es gegenüber der APA. Auch bei anderen Organisationen nimmt er verschiedene Funktionen wahr: So ist er beispielsweise Kuratoriumsvorsitzender der Wiener Austria, sitzt im Vorstand der Ludwig Boltzmann Gesellschaft oder ist Teil des Unterstützerkomitees der St. Anna Kinderkrebsforschung.

(APA/red)

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