Pandemie: Jüngere zieht es eher hinaus

Auch Spazieren und Wandern erfreuten sich großer Beliebtheit.
Auch Spazieren und Wandern erfreuten sich großer Beliebtheit. ©pixabay.com
Laut einer Umfrage haben besonders jüngere Personen ihren Bewegungsradius in der Pandemie erweitert. Über-50-Jährige wiederum begnügten sich mit der unmittelbaren Umgebung.

Vor knapp 23 Monaten hat es in Österreich die ersten Coronavirus-Fälle gegeben, die Pandemie hat viel geändert, die Menschen haben mehr Zeit zu Hause verbracht als jemals zuvor. Jüngere Personen haben ihren Bewegungsradius seit Pandemiebeginn erweitert, es zieht sie mehr hinaus. Über 50-Jährige wiederum kaufen vermehrt in der unmittelbaren Umgebung ein, ist das Ergebnis einer Online-Umfrage.

Österreicher gehen mehr zu Fuß

Die Innofact AG hat für ImmoScout24 500 Österreicherinnen und Österreicher befragt. Bewegung zu machen, wenn man viel zu Hause ist, ist eine Herausforderung. 38 Prozent geben an, aus diesem Grund seit Beginn der Pandemie mehr zu Fuß zu gehen. Insbesondere unter 30-Jährige (53 Prozent) holen sich so ihre verlorenen Kilometer wieder, aber auch ein Drittel der über 50-Jährigen verfolgt diesen Ansatz.

Ausflüge werden mehr geschätzt

Die Jüngeren sind es auch, die sich überdurchschnittlich viel außerhalb ihrer näheren Umgebung bewegen. Während ein Viertel der Österreicher angibt, Ausflüge in andere Gegenden nun mehr zu schätzen, sind es bei den unter 30-Jährigen 35 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen 31 Prozent.

Vor allem Ältere kaufen vermehrt in ihrer unmittelbaren Umgebung ein. 41 Prozent der über 50-Jährigen geben an, fast nur mehr in der unmittelbaren Umgebung einzukaufen, bei den unter 30-Jährigen sind es gerade einmal 29 Prozent.

Grätzel in der Pandemie neu entdeckt

Die Pandemie und die Lockdowns haben jedenfalls die Aufmerksamkeit für die eigene Umgebung gestärkt. So hat in der Umfrage beinahe jeder Fünfte angegeben, jeden Baum, jeden Winkel und jedes Haus in der näheren Umgebung zu kennen. 15 Prozent sagen sogar, dass sie das eigene Grätzel seit Beginn der Pandemie ganz neu entdeckt haben. Überdurchschnittlich trifft das auf unter 30-Jährige zu (28 Prozent). Auch in der Kommunikation scheint sich etwas geändert zu haben. Jeder Zehnte gab an, sich nun vermehrt mit Personen zu unterhalten, die man vor der Pandemie eher nur vom Sehen kannte.

Jüngeren fehlt das Reisen

Von der fehlenden Mobilität in puncto Reisen sind vor allem Jüngere betroffen. Laut Eigenangabe 17 Prozent haben deshalb angefangen, Videos über Ferienziele anzusehen. In der Altersgruppe der unter 30-Jährigen geht jede und jeder Vierte dieser Beschäftigung nach, bei den über 50-Jährigen nur jede und jeder Zehnte.

Der Wunsch nach einem anderen Wohnort ist durch die Pandemie ebenso gestiegen. So gab jeder Zehnte an, gern woanders wohnen zu wollen, da sich in der näheren Umgebung nicht alles findet, was wichtig ist. Überdurchschnittlich oft trifft das die 30- bis 39-Jährigen (18 Prozent).

(APA/red)

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