Omikron: Sequenzierung kann noch Tage dauern

Gewissheit, ob es sich um Omikron handelt, dürfte erst nächste Woche vorliegen.
Gewissheit, ob es sich um Omikron handelt, dürfte erst nächste Woche vorliegen. ©APA
Die Sequenzierung des österreichischen Omikron-Verdachtsfalles in Tirol kann noch mehrere Tage dauern. Gesundheitsminister Mückstein mahnte am Sonntag zur Vorsicht.
Erster Omikron-Verdacht in Tirol

Nach dem Auftauchen des ersten Verdachtsfalles der Omikron-Variante des Coronavirus in Tirol ist die Probe umgehend zur Sequenzierung an die AGES geschickt worden. "Das Ergebnis wird in den nächsten Tagen vorliegen", hieß es seitens des Gesundheitsministeriums. "Die WHO hat die neue Omikron-Variante als besorgniserregend eingestuft. Wir wissen aber noch nicht, inwiefern sie das Pandemiegeschehen beeinflussen wird", sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

Mückstein mahnt zur Vorsicht

Umso wichtiger sei es, wie Mückstein am Sonntag auf APA-Anfrage betonte, "jetzt vorsichtig zu sein und die Schutzmaßnahmen einzuhalten". "Ich wiederhole daher meinen Aufruf an Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer aus dem südlichen Afrika, die vor Inkrafttreten der neuen Einreiseregeln Samstag, 0.00, nach Österreich gekommen sind: Melden Sie sich bitte bei der AGES und folgen Sie den Anweisungen zur behördlichen PCR-Testung. Bitte begeben Sie sich zudem für mindestens fünf Tage in freiwillige Heimquarantäne", so der Gesundheitsminister.

Die AGES hat für Reiserückkehrer aus dem südlichen Afrika die Hotline 01/2675032 eingerichtet. Kontaktdaten und Informationen zur Reisetätigkeit können auch per E-Mail an anfragen@ages.at geschickt werden. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der AGES melden sich daraufhin mit Informationen zur behördlichen PCR-Testung. Die Proben werden in Folge auf Virusvarianten untersucht.

400 Reiserückkehrer haben sich gemeldet

Seit Freitag sind laut dem Ministerium rund 400 Anrufe von Reiserückkehrern oder deren Angehörigen eingegangen. Die Hotline ist von 9.00 bis 18.00 Uhr besetzt, bei Stoßzeiten kann es zu Wartezeiten kommen.

Gleich nach Bekanntwerden der neuen Virusvariante verstärkte die Bundesregierung Schutzmaßnahmen für Reisen aus Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini gesetzt. Landeverbote aus diesen Ländern wurden verhängt, die Regelungen für die Einreise verschärft. Grundsätzlich ist eine Einreise aus diesen nun als Virusvariantengebiete eingestuften Staaten untersagt. EU-Bürger und -Bürgerinnen dürfen zwar einreisen, müssen sich aber im Voraus unter https://entry.ptc.gv.at/ registrieren, bei Einreise ein aktuelles, negatives PCR-Testergebnis vorweisen und unverzüglich eine zehntägige Quarantäne antreten. Diese kann mit einem neuerlichen negativen PCR-Test ab Tag fünf beendet werden. "Die Einhaltung der Quarantäne wird stichprobenartig kontrolliert", so das Ministerium.

Mückstein: "Impfen, impfen, impfen"

"Der aktuelle Lockdown ist eine Notmaßnahme, um die vierte Corona-Welle zu brechen. Die dadurch erreichte Kontaktreduktion hilft uns aber auch im Kampf gegen die Omicron-Variante. Eines ist aber klar: Impfen, impfen, impfen bleibt der einzige Weg aus der Pandemie. Nur mit einer hohen Durchimpfungsrate sind wir gut gegen das Coronavirus geschützt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin und lassen Sie sich bitte impfen", appellierte Mückstein.

(APA/red)

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