ÖVP macht Platz für NEOS

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Von Johannes Huber: In Wien hat’s die Volkspartei schwer: Als 14-Prozent-Partei ist es gar nicht so einfach, sich Gehör zu verschaffen. Das gelingt nur selten. Umso entscheidender ist, womit man dies schafft: Im Falle von Manfred Juraczka und Co. sind dies Botschaften wie „Stopp den Autofahrer-Schikanen“.

Oder – durch die Kandidatin Gudrun Kugler – gegen die Homoehe. Alles in allem ergibt sich damit das Bild einer Mitterechtspartei. Vervollständigt wird dies durch den fliegenden Wechsel von Ursula Stenzel zu den Freiheitlichen.In der Vergangenheit hat die Wiener ÖVP immer wieder versucht, sich als weltoffene, liberale Partei zu positionieren. Doch unter Erhard Busek war man damit vor mehr als einem Vierteljahrhundert das letzte Mal erfolgreich. Also probiert man es erst gar nicht mehr.

In der Hoffnung, Mitterechts eher zu punkten, vernachlässigt die ÖVP freilich moderne, bürgerliche Wähler. Beziehungsweise überlässt sie den NEOS. Ob diese damit den Sprung in den Gemeinderat schaffen, wird sich erst am 11. Oktober weisen; die Wahrscheinlichkeit steigt allerdings.

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