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Ökonom: Arbeitsmarkt erholt sich nur langsam

Die Arbeitslosigkeit wird sich nur langsam verringern.
Die Arbeitslosigkeit wird sich nur langsam verringern. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Der Arbeitsmarktökonom Helmut Mahringer warnt vor Verfestigung der Arbeitslosigkeit nach der Coronakrise. Der Markt erhole sich nur langsam von der Krise, manche Branchen seien besonders betroffen.
Arbeitslosigkeit im Juli

Seit dem coronabedingten Höhepunkt mit 588.000 Arbeitslosen Mitte April sinkt deren Anzahl wieder. "Es bewegt sich in Richtung Erholung, es ist aber zäh", sagte Wifo-Arbeitsmarktökonom Helmut Mahringer im APA-Gespräch am Montag. "Der Arbeitsmarkt braucht die wirtschaftliche Erholung." Ende Juli waren über 432.500 Personen in Österreich ohne Job, das sind um rund 107.000 mehr als im Vorjahresmonat.

In vielen Wirtschaftsbereichen seien noch die unmittelbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie spürbar, unter anderem im Städte-Tourismus, Veranstaltungswesen, Verkehrssektor und in der Sachgüterproduktion, so Mahringer. Nicht nur der Jobabbau, sondern auch weniger Stellenbesetzungen durch Unternehmen würden den Arbeitsmarkt in Österreich belasten.

Arbeitslosigkeit könnte sich verfestigen

Der Wifo-Ökonom warnt im Zusammenhang mit Coronakrise vor einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit, vor allem bei älteren Personen. Es gebe "strukturellen Komponente, die auf eine derartige Gefahr hinweisen" würden. Je längere die Arbeitslosigkeit andauere, desto schwieriger sei die Jobsuche. Auch das Arbeitsmarktservice (AMS) wies am Montag in einer Spezialanalyse auf die Gefahr der steigenden Langzeitbeschäftigungslosigkeit hin. Von Langzeitarbeitslosigkeit sind vor allem ältere Menschen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen mit maximal Pflichtschulabschluss betroffen.

Die von der Regierung vergangene Woche verkündete Verlängerung der Kurzarbeit bis Ende März 2021 und die geplanten 700 Mio. Euro für Weiterbildung und Umschulung, begrüßte der Arbeitsmarktexperte. Die arbeitsplatzrelevante Qualifizierung sei auch ein Investitionsprogramm.

Lehrstellenlücke wird größer

Dringenden Handlungsbedarf sieht Mahringer noch am Lehrstellenmarkt. Im Juli schnellte im Vergleich zum Vorjahresmonat die Lehrstellenlücke - die Differenz zwischen offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden - um über 2.500 auf knapp 5.500.

(APA/red)

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