Nu-Variante: Österreich verschärft Einreise aus Südafrika

Nu-Variante: Österreich verschärft Einreise aus sieben afrikanischcen Ländern.
Nu-Variante: Österreich verschärft Einreise aus sieben afrikanischcen Ländern. ©APA
Die neue in Südafrika aufgetretene Coronavirus-Variante "Nu" (B.1.1.529) gibt Anlass zur besonderen Vorsicht. Auch Österreich untersagt die Einreise aus sieben südafrikanischen Ländern.
Neue Corona-Variante bereitet Sorgen
Nu: Staaten schränken Flugverkehr ein

Die neue und gefährlichere Coronavirus-Variante B.1.1.529 oder "Nu" gibt derzeit besonderen Grund zur Vorsicht. Großbritannien und Südafrika haben bereits Reisewarnungen ausgesprochen, auch Österreich verschärft nun die Einreise aus den betroffenen afrikanischen Ländern.

Zugleich spricht das Außenministerium eine Reisewarnung (Stufe 6) für die sieben afrikanischen Länder aus, teilte Außenminister Michael Linhart (ÖVP) mit. Das Außenministerium warnt somit vor allen touristischen und nicht notwendigen Reisen, einschließlich Urlaubs- und Familienbesuchsreisen in diese Länder.

Coronavirus-Variante Nu aus Südafrika

Die Einreiseverordnung für die Länder Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini werden von Österreich als Virusvariantengebiete eingestuft. Einreisen aus diesen Ländern sind grundsätzlich untersagt.

Sämtlichen Monitoring-Stellen in Österreich sind derzeit keine Fälle der neuen Variante bekannt. Das berichtete Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Gründe) am Freitag per Twitter. Auch im Abwasser-Monitoring wurde sie bisher nicht nachgewiesen.

Landeverbot aus sieben afrikanischen Ländern in Österreich

Österreichische Staatsbürger sind zur Einreise berechtigt, haben aber besonders strenge Quarantäneregelungen (10-tägige Quarantäne, PCR-Test bei der Einreise, Registrierung) einzuhalten. Zusätzlich wird ein Landeverbot für Flüge aus diesen sieben afrikanischen Ländern verhängt. Die Verordnung tritt bereits am Samstag, 27. November 2021, um Mitternacht in Kraft.

Schallenberg und Mückstein zur neuen Virus-Variante

Bundeskanzler Alexander Schallenberg: "In Österreich kämpfen wir gerade mit den Auswirkungen der Delta-Variante, während sich in Teilen Afrikas bereits eine neue Variante ausbreitet, die Anlass zur Sorge gibt. Wir reagieren rasch und konsequent: Eine verpflichtende Quarantäne für Einreisende aus Südafrika, Lesotoho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini soll dabei helfen, die globale Ausbreitung der neuen Variante zu verlangsamen."

Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein:"Durch die schnelle Novellierung der Einreiseverordnung reagieren wir unmittelbar auf die aktuellen Entwicklungen. Uns ist es jetzt besonders wichtig, durch strenge Einreiseregelungen für einen bestmöglichen Schutz zu sorgen. Ebenfalls ist es wichtig, dass auch andere Länder in der Europäischen Union hier schnell handeln. Gemeinsam kann es uns gelingen eine Ausbreitung der neuen Variante zu bremsen."

EU für Reisewarnung für südafrikanische Länder

Flüge aus dem südlichen Afrika solle gekappt werden, schlug EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor.

"Die Kommission wird in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten vorschlagen, die Notbremse zu aktivieren, um den Flugverkehr aus dem südlichen Afrika aufgrund der besorgniserregenden Variante B.1.1.529 einzustellen", twitterte von der Leyen. Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza schränkte wegen der Coronavirus-Variante per Anordnung die Einreise aus mehreren südafrikanischen Ländern eingeschränkt. Deutschland will Südafrika und eventuell Nachbarländer am Freitag zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung soll nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters aus dem Gesundheitsministerium in der Nacht in Kraft treten. In Asien kündigten Singapur und Indien am Freitag strengere Grenzkontrollen und strengere Corona-Tests an.

(APA/Red)

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