NR-Wahl: Die Weißen sehen sich mehr als Bürgerbewegung

Die Weißen bei der Pressekonferenz in Wien.
Die Weißen bei der Pressekonferenz in Wien. ©APA
"Wir sind ganz normale Menschen", sagte Thomas Rathammer, Obmann des Vorstands der Weißen, am Dienstag in einer Pressekonferenz. Direkte Demokratie will die Liste ausbauen, etwa mittels Handy-APP. Eine Kampfansage an die Korruption gab es von Spitzenkandidatin Isabella Heydarfadai.

Die Unterschriften dreier Abgeordneten des Team Stronach haben den bundesweiten Antritt der Weißen bei der Nationalratswahl 2017 ermöglicht. Ein einziger davon, Leo Steinbichler, kandidiert auch für die neue Partei. Forderungen der mittlerweile aufgelösten Partei habe es keine gegeben, betonte Rathammer. Hervorgegangen sind die Weißen aus dem Verein “Acht”, der 2014 gegründet wurde und sich Grundsätze wie die Einhaltung von Gesetzen auf die Fahne geheftet hat.

Die Weißen wollen Österreich demokratisieren

Ein weiteres Credo der Weißen ist die Mitbestimmung der Bürger. “Wir wollen Österreich demokratisieren”, meinte dementsprechend Rathammer, der das derzeitige parlamentarische System anhand von Küchenbedarf anschaulich machte: Zwischen einer großen weißen Schüssel, dem Volk, und einer kleinen, dem Parlament, platzierte er ein Brett. Diese Barriere wollen die Weißen mittels mehr direktdemokratischer Werkzeuge, etwa Volksabstimmungen, beseitigen.

Bei der Mitbestimmung zu Hilfe kommen soll den Bürgern eine Handy-APP, geht es nach den Weißen. Auch damit sollen die “Geschäftsbedingungen” des derzeitigen Systems verbessert werden. Was daran derzeit nicht passe, machte Rathammer mit einem weiteren Vergleich anschaulich: “Wir bestellen eine Vase und dürfen sie erst in fünf Jahren wieder umtauschen.” Vorbild für die Weißen ist übrigens die Schweiz, die vorzeige, wie es funktionieren kann.

Die Weißen bei der NR-Wahl 2017

“Wir wollen eine ständige Brücke für das Volk ins Parlament sein”, betonte auch Karl-Heinz Plankel, Vize-Obmann des Vorstands der Weißen. Als weitere Ziele im Falle eines Einzugs ins Parlament nannte er eine “Teilrevision der Bundesverfassung” und die Umsetzung der Grundsätze des Vereins “Acht”. Einen davon betonte Spitzenkandidatin Heydarfadai: “Ich glaube, wir sind anständig genug, dass wir Korruption und Misswirtschaft nicht brauchen.”

(APA/red)

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