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NÖ: DNA-Gutachten belastet Enkel von getöteter 75-Jährigen

Die getötete Frau wurde am 23. März in ihrem Haus entdeckt.
Die getötete Frau wurde am 23. März in ihrem Haus entdeckt. ©APA/EINSATZDOKU.AT
Im März soll ein 28-Jähriger seine Großmutter in Niederösterreich getötet haben. Ein DNA-Gutachten belastet den Enkel nun schwer.
Bilder vom Tatort
Frau tot in Haus gefunden
Enkel festgenommen
Pensionistin starb durch Messerstiche

Jener Mann, der im März in Grafenbach-St. Valentin (Bezirk Neunkirchen) seine Großmutter getötet haben soll, wird durch ein DNA-Gutachten belastet. "Durch die Auswertung der Spuren hat sich der Tatverdacht gegen den Beschuldigten weiter erhärtet", sagte Erich Habitzl von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt am Mittwoch auf APA-Anfrage. Weiters liegt ein ergänzendes psychiatrisches Gutachten vor.

Mann sei zurechnungsfähig aber gefährlich

Die Expertise sollte Wechselwirkungen der im Blut des 28-Jährigen gefundenen beeinträchtigenden Substanzen wie Opiate und Amphetamin prüfen. Durch das ergänzende Gutachten haben sich laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft "keine Änderungen" ergeben. Der Mann ist laut dem psychiatrischen Sachverständigen zurechnungsfähig, aber gefährlich. Die Voraussetzungen für eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher nach Paragraf 21 Absatz 2 Strafgesetzbuch liegen vor.

Mann bestreitet die Tat

Der laut seinem Verteidiger Wolfgang Blaschitz psychisch auffällige Mann bestreitet weiterhin, seine Großmutter umgebracht zu haben. Die 75-Jährige war am 23. März tot in ihrem Haus entdeckt worden. Weil sie die Frau nicht erreichen konnten, hatten Verwandte sich Sorgen gemacht und einen Schlüsseldienst verständigt, um die Tür zu öffnen. Die Pensionistin starb laut Obduktion durch mehrere Messerstiche in den Halsbereich. In der Nacht auf den 24. März wurde der Enkel in Bad Vöslau (Bezirk Baden) festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt gebracht. Eine Tatrekonstruktion am 7. Juni musste abgebrochen werden, weil der Verdächtige nach einiger Zeit keine Fragen mehr beantwortete.

(APA/Red)

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