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Neue zentrale Notaufnahme in der Rudolfstiftung eröffnet - kürzere Wartezeiten

Die Patienten werden in der Rudolfstiftung nun nach einem neuen System nach Dringlichkeit gereiht
Die Patienten werden in der Rudolfstiftung nun nach einem neuen System nach Dringlichkeit gereiht ©APA/HELMUT FOHRINGER (Sujet)
Nach einer 17-monatigen Umbauphase unter Aufwendung von fast 6 Millionen Euro fand am Dienstag die feierliche Eröffnung der Zentralen Notaufnahme in der Krankenanstalt Rudolfstiftung (künftig Klinik Landstraße) statt. Nun gehört sie zu den modernsten Notaufnahmen in Österreich - und soll kürzere Wartezeiten gewährleisten.
"Untragbare Zustände"
KAV wird Gesundheitsverbund

Insgesamt investierte der Krankenanstaltenverbund (KAV) 5,8 Mio. Euro in die Modernisierung und die technische Neuausstattung der Abteilung. “Die Eröffnung der Zentralen Notaufnahme in der Rudolfstiftung ist ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung des Spitalskonzepts 2030. Wir haben modernste Infrastruktur für die Wienerinnen und Wiener geschaffen und ein Organisationsmodell gewählt, das die Wartezeiten verkürzt”, erklärt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker.

Manchester Triage statt langer Wartezeit in der Rudolfstiftung

Das Organisationsmodell ist auch bekannt als Manchester Triage. “Dabei werden die PatientInnen nach dem Eintreffen erstbegutachtet und ihre weiteren Behandlungsschritte nach Dringlichkeit gereiht”, erklärt Michael Binder, Ärztlicher Direktor des KAV. Akutfälle werden sofort weiter behandelt, PatientInnen mit leichteren Beschwerden danach. Der Vorteil: Lange Wartezeiten zwischen der Anmeldung am Schalter und der ersten Begutachtung entfallen.

“Wir sind auf akute Notfälle spezialisiert. Unser Ziel ist es diese rasch abzuklären und zu therapieren”, betont Andreas Janata, Vorstand der neuen Zentralen Notaufnahme. Das Team besteht aus 22 ÄrztInnen und 41 diplomierten Gesundheits- und KrankenpflegerInnen. Auf insgesamt fünf Untersuchungsräumen werden die Patientinnen versorgt und behandelt. Sollte eine Überwachung oder eine Aufnahme in der Nacht notwendig sein, wird eine Station mit 23 Betten zur Verfügung stehen. “Damit entlasten wir die anderen Abteilungen. Sie müssen nachts keine Aufnahmen mehr durchführen”, so Janata. Über 35.000 PatientInnen wird die neue Zentrale Notaufnahme in der Krankenanstalt Rudolfstiftung (künftig Klinik Landstraße) jährlich betreuen.

Ausbau der Zentralen Notaufnahmen im KAV

Das Spitalskonzepts 2030 sieht für alle Gemeindespitäler Zentrale Notaufnahmen vor. Im Krankenhaus Hietzing (künftig Klinik Hietzing) wurde das Konzept bereits 2016, im Wilhelminenspital (künftig Klinik Ottakring) im vergangenen Winter umgesetzt. Im vergangenen April nahm die Zentrale Notaufnahme in der Krankenanstalt Rudolfstiftung (künftig Klinik Landstraße) ihren Betrieb auf. Demnächst folgt das Krankenhaus Nord (künftig Klinik Floridsdorf).

Im Unterschied zu herkömmlichen Notaufnahmen wirken bei den Zentralen Notaufnahmen verschiedene Fachabteilungen bei der Notfallversorgung der PatientInnen mit. Auch FachärztInnen anderer Disziplinen werden bei Bedarf eingebunden.

Die Zentralen Notaufnahmen sind die ersten Anlaufstellen für alle PatientInnen bis auf Kinder, Schwangere und PsychiatriepatientInnen. Zu ihren Aufgaben zählen die Ersteinschätzung, die ambulante und stationäre Notfallversorgung sowie die Weiterleitung bzw. Übergabe der PatientInnen an andere Fachbereiche. Dadurch werden die Fachambulanzen und die anderen bettenführenden Abteilungen entlastet. Zusätzlich erfolgen hier alle stationären Aufnahmen, die nachts stattfinden. PatientInnen der stationären Abteilungen werden dadurch nicht in ihrer Nachtruhe gestört.

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