Neue Zentrale der Wiener Wirtschaftskammer feierlich eröffnet

Rund 200 Festgäste erschienen bei der Eröffnung.
Rund 200 Festgäste erschienen bei der Eröffnung. ©APA
Am Dienstag wurde der neue Sitz der Wiener Wirtschaftskammer im Rahmen eines Festaktes eröffnet. Zahlreiche Politiker schauten beim Spektakel am Praterstern vorbei.
WK zieht in Zentrale am Praterstern

Mit Polit-Prominenz ist am Dienstag der neue Stammsitz der Wiener Wirtschaftskammer nahe dem Praterstern eröffnet worden: Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Harald Mahrer, und der Hausherr, Wiener Kammerpräsident Walter Ruck, zelebrierten den Festakt gemeinsam mit rund 200 Gästen und Mitarbeitern.

Topmoderner WK Wien-Standort am Praterstern

“Jetzt haben wir mit dem Haus der Wiener Wirtschaft einen topmodernen, zentralen Standort. Alle Dienststellen, Serviceeinrichtungen und die Branchenvertretungen sind nun unter einem Dach versammelt. Wir verkürzen so die Wege, sind schneller und noch besser im Service und auch einfacher zu erreichen”, freute sich Ruck in einer Ansprache. Dabei erklärte er sich auch zum “Fan” der Sozialpartnerschaft und versprach: “Ich werde den Konsens suchen und mich manchmal auch mit dem Kompromiss zufriedengeben. Ich verspreche eine starke Stimme dafür zu sein, wenn ab und an die Partnerschaft ins Gerede kommt.”

Schützenhilfe gab es dabei von Ludwig, der sich überzeugt gab, dass die Sozialpartnerschaft auf in Zukunft eine große Rolle spielen wird – “nicht als Nebenregierung, wie das manche behaupten, sondern als starke Interessensvertretung der Mitglieder”. Der Bürgermeister hob auch das gute Verhältnis zu Ruck hervor: “Meine Zusammenarbeit liegt dir, wenn man so will, zu Füßen, lieber Walter. Ich freue mich auf gute und enge Zusammenarbeit zum Wohl der Menschen in unserer Stadt und zum Wohl der Unternehmerinnen und Unternehmer.”

Apfelbaum zum Einstand

Ministerin Schramböck will auch die Bundesregierung und vor allem ihr Ministerium als Partner der Wirtschaftskammer verstanden wissen – um den Wirtschaftsstandort voranzubringen. Ein “bisschen traurig” sei sie schon über den Auszug der Kammer aus dem Haupthaus am Stubenring, das sich gegenüber von ihrem Ministerium befindet, bedauerte sie – aber: “Der Draht zu uns ins Ministerium ist sehr lange, wir arbeiten eng zusammen.”

Mahrer lobte in seiner Ansprache die Wiener Kammer und die Stadt Wien: “Es ist ein offenes Haus in einer offenen Stadt. Es ist eine liberale Stadt, es ist eine weltoffene Stadt. Es ist eine Stadt, die ganz intensiv versucht, Türen aufzumachen für Wirtschaftstreibende aus dem In- und Ausland.” Abschließend erinnerte er an einen alten Spruch: “Geht’s der Wiener Wirtschaft gut, geht’s auch der österreichischen Wirtschaft gut.”

Dompfarrer Toni Faber segnete neue Zentrale

Der Eröffnungsfestakt wurde mit Gottes Segen – überbracht von Dompfarrer Toni Faber – beendet. Dieser weihte das Haus, bevor es nun auch offiziell in Betrieb genommen wurde. Ruck erhielt auch ein Einstandsgeschenk vom steirischen Wirtschaftskammer-Präsidenten Josef Herk: einen Apfelbaum. Unter den Fest-Gästen befanden sich u.a. der ehemalige Wirtschaftskammer Österreich-Präsident Christoph Leitl, Rucks Vorgängerin Brigitte Jank, Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ), Wiens Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Windisch oder die Leopoldstädter Bezirksvorsteherin Uschi Lichtenegger (Grüne).

Der neue, zehnstöckige Bau nennt sich “Haus der Wiener Wirtschaft” befindet sich an der selbsterklärenden Adresse “Straße der Wiener Wirtschaft 1”. Im dem Kammer-Hauptquartier werden die Angebote aller bisherigen Standorte – es waren zehn, verteilt auf fünf Bezirke – an einem Ort zusammengezogen. Da soll mehr Service für die Mitglieder und Kosteneinsparungen in der Höhe von 8 bis 12 Millionen Euro jährlich bringen. Seit einigen Tagen gibt es am neuen Standort Kundenverkehr.

Zukunft des Haupthauses am Stubenring offen

Was die alten Standorte betrifft, so wurde damit je nach Besitzverhältnissen verfahren: Bei jenen, die nicht der Kammer gehören, erfolgte die Auflösung der Mietverträge. Die Niederlassungen Rudolf-Sallinger-Platz (Landstraße) und Palais Festetics (Alsergrund) wurden wiederum dem Bauherrn der neuen Zentrale, Rene Benkos Signa Holding, übergeben. Deren Wert wurde bei der Rechnungsstellung für das Neo-Headquarter berücksichtigt. Was mit dem 1907 erbauten Haupthaus am Stubenring passiert, ist noch offen.

(APA/Red)

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