Natascha-Kampusch-Buch: Beginn der Gerichtsverhandlung

Der Streit um das Kampusch-Buch wird vor Gericht ausgetragen.
Der Streit um das Kampusch-Buch wird vor Gericht ausgetragen. ©dpa (Sujet)
Am Mittwoch hat vor dem Landesgericht Köln eine Verhandlung über das Buch "Der Entführungsfall Natascha Kampusch" begonnen. Acht Jahre lang war diese in der Gewalt eines Entführers. Mit einer einstweiligen Verfügung gegen das Buch möchte sie erreichen, dass es in der derzeitigen Form nicht mehr verbreitet werden darf.
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Der Autor Peter Reichard und der Münchner Riva-Verlag halten die Einwände gegen das Buch für unbegründet. Sein Buch sei eine “glühende Verteidigungsschrift” für Kampusch, sagte Reichard. Der Fall wird in Köln verhandelt, weil die Klage dort eingereicht worden ist. Wenn es um ein Buch geht, das überall verfügbar ist, kann der Kläger den Gerichtsort frei wählen.

Weltweite Schlagzeilen durch Entführungsfall Natascha Kampusch

Der Entführungsfall Kampusch hatte weltweit Aufsehen erregt. Der Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil hatte die damals Zehnjährige am 2. März 1998 auf dem Weg zur Schule in Wien-Donaustadt gekidnappt. Er hielt das Mädchen fast achteinhalb Jahre in einem kleinen Verlies unter seinem Haus im niederösterreichischen Strasshof gefangen und misshandelte es schwer. Am 23. August 2006 gelang Kampusch die Flucht. Stunden später wurde der Entführer von einem Zug überfahren.

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(apa/red)

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