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Nach Integrationsbericht: Hofer ortet "Little Istanbul" in Wien

FPÖ-Chef Hofer fordert nach der Präsentation des Integrationsberichts Konsequenzen.
FPÖ-Chef Hofer fordert nach der Präsentation des Integrationsberichts Konsequenzen. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Nachdem am Dienstag der Integrationsbericht veröffentlicht wurde, fordert die FPÖ "Umdenken" und einen "Zuwanderungsstopp". FPÖ-Chef Hofer ortet in Wien etwa auch ein "Little Istanbul".
Integrationsbericht 2020 präsentiert

FPÖ-Chef Norbert Hofer hat einen Tag nach Vorliegen des Integrationsberichts Konsequenzen gefordert. "Wir brauchen ein wirkliches Umdenken in der Migrationspolitik", sagte er auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Der Bericht zeige, dass Integration aufgrund der hohen Zahl an Zuwanderern nicht mehr möglich sei. "Deshalb brauchen wir einen Zuwanderungsstopp, bis wir diese Probleme erledigt haben."

Hofer: "Wir haben so etwas wie ein 'Little Istanbul' in Wien

"Die Zahlen, die uns gestern präsentiert worden sind, machen uns Sorge, weil sich Österreich sehr, sehr rasch verändert", sagte er bei einem gemeinsamen Auftritt mit Wiens FPÖ-Obmann Dominik Nepp. So sei der Zuwachs der Bevölkerung in Österreich seit 2010 um gut 500.000 Personen "einzig und alleine" durch Migration zustande gekommen (laut Migrationsbericht zu 95 Prozent, Anm.). Der Anteil der Ausländer sei in neun Jahren von 18,6 auf 23,7 Prozent angestiegen. "Natürlich ist Zuwanderung so etwas wie das Salz in der Suppe. In den letzten Jahren haben wir aber soviel an Zuwanderung erlebt, dass die Stärke der Würze sehr eindeutig geworden ist", sagte Hofer. Er verwies u.a. auf den Bildungsbereich: Zwei Drittel der Kinder könnten nicht ordentlich lesen und in Wien hätten mehr als die Hälfte der Kinder in Pflichtschulen eine andere Umgangssprache als Deutsch, erinnerte er an die im Integrationsbericht präsentierten Daten.

Der FPÖ-Chef machte auch klar, dass aus seiner Sicht nur gewisse Migrantengruppen ein Problem darstellen: "Wenn Integrationsministerin Raab verkündet, sie will kein 'Little China' oder 'Little Italy' haben, dann ist das der größtmögliche Unsinn", denn man habe in Österreich mit Chinesen oder Italienern keine Probleme. "Wir haben aber so etwas wie ein 'Little Istanbul' in Wien", sah er vielmehr Probleme mit türkischstämmigen Migranten. Auch im Bereich der Kriminalität ortete Hofer grobe Probleme: 2010 seien 28,8 Prozent der Tatverdächtigen Ausländer gewesen, im Jahr 2019 hingegen schon 40 Prozent. "Wer hier in Österreich eine Straftat begeht, sollte seine Haft im Heimatland verbringen", so seine Forderung.

Nepp sieht Bundeshauptstadt als "Hauptbetroffenen"

Wiens FPÖ-Chef Nepp sah die Bundeshauptstadt als "Hauptbetroffenen" der "maßlosen Zuwanderung des letzten Jahrzehnts". "Wien ist die Problemzone der Zuwanderung", denn nirgends sei sie so stark gestiegen wie hier. Er verwies auch auf die Bildungsstatistik, laut der 2009 noch 17,3 Prozent der Schüler eine ausländische Staatsbürgerschaft gehabt haben, jetzt betrage dieser Wert "fast ein Drittel". Besonders groß sei der Zuwachs von ausländischen Kindern in diesem Zeitraum in Volksschulen, nämlich 109 Prozent.

Wien-Wahl sei letzte Chance für echte Wiener

"Man sieht, dass bei der heutigen Jugend und in den Volksschulen der echte Österreicher nicht mehr in der Mehrheit ist. Darum ist auch der 11. Oktober so wichtig", sagte Nepp und erinnerte daran, dass in einzelnen Wiener Bezirken der Anteil der Schüler mit deutscher Umgangssprache bereits unter 20 Prozent liegt. 30 Prozent der Wiener seien keine österreichischen Staatsbürger, bereits 43 Prozent hätten Migrationshintergrund. Daher sei die Wahl "die letzte Chance für den echten Wiener, den Staatsbürger, dieses Mal noch als Mehrheitsgesellschaft wählen zu gehen".

Neben einem "sofortigen Zuwanderungsstopp" fordert Nepp auch einen "Vorrang für Inländer" bei Privilegien, etwa bei der Vergabe von Gemeindebauwohnungen. Auch Transferleistungen wie Familienbeihilfe und Mindestsicherung solle nur mehr an Staatsbürger ausgezahlt werden, wiederholte er seine Ziele für den Wiener Wahlkampf. Hofer sah darin (auf Nachfrage, ob das nicht zu mehr Kriminalität führen könnte) kein Problem: "Wenn man als Ausländer kein Geld mehr bekommt, dann fährt man wieder nach Hause." Versicherungsleistungen sollten alle bekommen, "aber bei Transferleistungen müssen wir Unterschiede machen".

>> Aktuelle News zur Wien-Wahl 2020

(APA/Red)

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