Nach Coronavirus-Impfung: Bucharische Juden legen IKG-Präsident Deutsch Rücktritt nahe

Die Bucharischen Juden haben IKG-Präsident Deutsch den Rücktritt nahegelegt.
Die Bucharischen Juden haben IKG-Präsident Deutsch den Rücktritt nahegelegt. ©APA (Sujet)
Die Bucharischen Juden haben dem Präsident der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch - nachdem dieser mit einem übrig gebliebenen Coronavirus-Impfstoff geimpft wurde, der für das Seniorenheim der IKG bestimmt war - den Rücktritt nahegelegt. "Präsident Deutsch hat mehrmals das Ansehen seines Amtes beschädigt und sollte nun die menschliche Größe aufbringen und aus diesen moralischen Verfehlungen die notwendigen personellen Schlüsse ziehen", hieß es.
IKG-Präsident Oskar Deutsch bekam Impfung

Der Verein Bucharischer Juden Österreichs (VBJ) fordert zudem in ihrer Aussendung eine "unabhängige Untersuchungskommission" zu dem Vorfall. "Gerade in diesen besonders schwierigen und herausfordernden Zeiten ist es essentiell, das Wir über das Ich zu stellen und Solidarität zu leben. Dass gerade IKG-Präsident Deutsch diese Impfaktion zur eigenen Immunisierung missbraucht, schädigt die Integrität des Amtes enorm. Seine halbherzige Entschuldigung war ein Lippenbekenntnis, als die Causa nicht mehr länger vertuscht werden konnte", schreibt die Gruppierung, die Juden aus dem zentralasiatischen Raum repräsentiert.

Die Tageszeitung "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe) hatte berichtet, dass sich Oskar Deutsch für das Geschehene vom Dienstag entschuldige. Dass er sich impfen ließ, sei ein Fehler gewesen, so der IKG-Präsident.

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(APA/Red.)

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